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POLITIK/Japan und China wollen Beziehungen ausbauen

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 10:07 publiziert

TOKIO (awp international) - Japan und China wollen ihre Beziehungen ausbauen. Bei einem Treffen am Montag in Tokio einigten sich die Ministerpräsidenten Yukio Hatoyama und Wen Jiabao, auf die Einrichtung einer Hotline zwischen den Führern ihrer beiden Länder hinarbeiten zu wollen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Auf diese Weise wollen beide asiatischen Staaten mögliche Reibungspunkte vermeiden. So hatten sich chinesische Marine- Hubschrauber unlängst über Nippons Hoheitsgewässern japanischen Militärschiffen genähert.
Hatoyama drückte laut Kyodo seine Besorgnis darüber aus und bat Peking, derlei Zwischenfälle künftig zu vermeiden. Er und Wen einigten sich ferner darauf, Gespräche über ein bilaterales Abkommen bezüglich der Ausbeutung von Gasvorkommen in einem umstrittenen Seegebiet des Ostchinesischen Meeres aufzunehmen. Der Streit um die Energievorkommen hatte die Beziehungen beider Länder in der Vergangenheit immer wieder belastet. Kernpunkt des Streits ist eine von Japan gesetzte Mittellinie im Meer, die China nicht akzeptiert.
Beide asiatischen Regierungschefs hatten sich zuvor am Wochenende bei einem Dreier-Gipfel mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak darauf verständigt, die Zusammenarbeit ihrer Länder effektiver zu gestalten. Zu diesem Zweck verständigten sie sich auf die Einrichtung eines ständigen Verbindungsbüros im nächsten Jahr in Südkorea. Zugleich bekräftigten die Länder, ihre gemeinsamen Bemühungen um die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel fortzusetzen./ln/DP/dc

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