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Genf (dpa) - Seit Februar sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR etwa 300'000 Menschen aus Libyen geflohen. Davon gingen rund 160'000 nach Tunesien und 130'000 nach Ägypten. Das teilte die Organisation am Freitag in Genf mit. Angesichts der unsicheren Lage sei mit weiteren Flüchtlingswellen zu rechnen, ergänzte eine Sprecherin.
Internationale Hilfsorganisationen haben bisher mehr als 50'000 Menschen an der Grenze zu Tunesien und Ägypten betreut und sie dann zum grössten Teil in ihre Heimatländer gebracht. Das gab die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag ebenfalls in Genf bekannt. Zehntausende weitere Menschen seien mit Flugzeugen und Schiffen ihrer Heimatländer ausgereist.
Wegen der fortdauernden Kämpfe reisst der Flüchtlingsstrom nicht ab. "Der Trend läuft klar darauf hinaus, dass weitere Menschen aus Libyen die Grenzen überqueren", sagte ein UNHCR-Sprecher. Alleine am Donnerstag seien es fast 1500 gewesen. Sie seien vor allem aus Angst geflohem, zwischen die Fronten der kämpfenden Regierungstruppen und Rebellen zu geraten.
Nach IOM-Schätzungen befinden sich noch immer zwischen einer und 2,5 Millionen Menschen, die vornehmlich aus dem südlichen Afrika in Libyen Arbeit gefunden hatten, im Lande. Viele wollten ebenfalls über die Grenzen, könnten dies aber entweder wegen der Kämpfe oder wegen der wachsenden Zahl von Strassensperren nicht. IOM und UNHCR appellierten an die Nachbarn Libyens, die Grenzen ungeachtet der noch anschwellenden Flüchtlingsströme weiter offen zu halten.
Zu den Flüchtlingen gehören auch Palästinenser mit ihren Familien, die in Libyen gearbeitet haben und nun nach Ägypten wollten, erklärte eine UNHCR-Sprecherin weiter. Sie bekämen aber keine Einreisegenehmigung. Die UN-Organisation sei mit Ägypten darüber im Gespräch./hpd/DP/tw

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