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LISSABON/BRÜSSEL (awp international) - Das hochverschuldete Portugal hat am Mittwoch erfolgreich frisches Geld am Kapitalmarkt aufgenommen. Bei einer robusten Nachfrage konnte das südeuropäische Land sogar teils bessere Konditionen als bei den letzten vergleichbaren Auktionen erzielen. Die Emission war wegen der wieder aufgeflammten Schuldenkrise mit Spannung erwartet worden. Nach Griechenland und Irland gilt Portugal als nächster haushaltspolitischer Wackelkandidat im Euroraum.
Insgesamt nahm Portugal knapp 1,25 Milliarden Euro an frischem Geld auf. Die Summe liegt damit am oberen Ende der Spanne von 750 Millionen Euro bis 1,25 Milliarden Euro. "Vom Volumen her waren die 1,25 Milliarden Euro ein Kleckerbetrag, so dass es niemanden ernsthaft erstaunt haben dürfte, dass die Emission gut gelaufen ist, zumal auch China, Japan und Brasilien sich beteiligt haben", kommentierte der Fondsberater Thilo Müller von MB Fund Advisory in Frankfurt.
Bei der Emission einer zehnjährigen Anleihe war die Nachfrage 3,2 mal so hoch wie das Angebot. Eine vierjährige Anleihe war 2,6-fach überzeichnet und damit etwas weniger begehrt. Im zehnjährigen Bereich sank die fällige Rendite - und damit spiegelbildlich die Zinsbelastung für Portugal - leicht von 6,806 Prozent bei der letzten Auktion im November auf 6,716 Prozent. Im vierjährigen Bereich stieg die Rendite indes deutlich von 4,041 Prozent im Oktober auf 5,396 Prozent an.
EU-Währungskommissar Olli Rehn zeigte sich in Brüssel optimistisch, dass Portugal seine Finanzen in den Griff bekommt. "Portugal hat in letzter Zeit sehr mutige haushaltspolitische Massnahmen ergriffen", sagte Rehn am Mittwoch in Brüssel. Das Land habe ausserdem strukturelle Reformen angekündigt. "Portugal ist jetzt auf dem richtigen Weg." Rehn lobte auch Spanien für seine "sehr substanziellen haushaltspolitischen Massnahmen".bgf/jkr

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