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Zürich (awp) - Der britische Hedgefund Elliott Advisors fordert vom Actelion-Management eine Minimierung des Risikos der Publikumsaktionäre. Dominik Dolenec, ein Vertreter von Elliott, beharrt im Interview mit "Finanz und Wirtschaft" (FuW, Ausgabe 02.03.) auf früher geäusserten Forderungen u.a. nach dem Rücktritt des Verwaltungsrats-Präsidenten Robert Cawthorn und VR-Mitgliedes und CEO Jean-Paul Clozel aus dem Gremium sowie Informationen über Annäherungsversuche im Hinblick auf eine Firmenübernahme. Ob der Hedgefund weitere Actelion-Aktien zugekauft habe liess Domenec offen. Derzeit besitzt Elliott nach eigenen Angaben rund 6% der Actelion-Titel.
Domenec lobt zwar die aktuell starke Position und Ertragskraft des Unternehmens im Markt für pulmonale Blutdruckmittel. Gleichzeitig verweist er darauf, dass Actelion mit dem Hauptprodukt Tracleer ein Einprodukt-Unternehmen ist. Im Hinblick auf den Patentablauf von Tracleer im Jahr 2015 setze das Management einzig auf den Nachfolger Macitentan. "Doch bis heute ist unsicher, ob Macitentan die Erwartungen erfüllen kann", so Dolenec.
Vor diesem Hintergrund könne Actelion nun ein Unternehmen kaufen, das über weit fortgeschrittene Medikamentenkandidaten verfüge oder schon Umsatz generiere. Das Problem sei aber gemäss Dolenec, dass alle grossen Pharmakonzerne Umsatz und Phase-III-Präparate kaufen wollten. "Entsprechend hoch sind die Preise. Wir glauben, Actelion kann es sich nicht leisten, das Tracleer-Problem über eine Akquisition zu lösen. Zudem fehlt ihr die Erfahrung mit der Integration von Übernahmen, da sie bisher nur Aktivitäten im Forschungsstadium zugekauft hat", so der Elliott-Vertreter.
Elliott fordere vom Actelion-Verwaltungsrat eine Standortbestimmung zur Strategie, ein Verkauf des Unternehmens sei "nicht zwingend". "Das Unternehmen muss alle Alternativen unvoreingenommen analysieren und auf den Tisch legen, damit die Aktionäre eine Wahl haben. Wir sind nicht so arrogant, zu sagen, ein Verkauf sei die einzig richtige Massnahme." Wenn glaubhaft dargelegt werden könne, dass mit einem Alleingang ein höherer Mehrwert geschaffen werde, als ein potenzieller Bieter heute zu zahlen bereit wäre, dann soll Actelion selbständig bleiben.
Zu den Traktanden, die Elliott an der kommenden Generalversammlung von Actelion einbringen will, wollte sich der Elliott-Vertreter nicht äussern. Hingegen sagte er, dass Aktienrückkauf und die nun aufgenommenen Dividendenausschüttungen keine Antwort auf die "fundamentalen Probleme" seien, denen sich das Unternehmen stellen müsse.
rt/ra

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