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Zürich (awp) - Dem AHV-Ausgleichsfonds, der das Vermögen der AHV verwaltet, stehen schwere Zeiten bevor: Wegen der Alterung der Bevölkerung werden dem Fonds bald Mittel in Milliardenhöhe fehlen. Das Vermögen der AHV decke derzeit nur mehr rund die Hälfte einer Jahresausgabe, erklärte Marco Netzer, Verwaltungspräsident des AHV-Ausgleichsfonds im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe, 24.03.).
"Gemäss gesetzlicher Vorgabe müsste eine volle Jahresausgabe gedeckt sein", so Netzer weiter. Das Umlageergebnis der AHV dürfte wegen der Änderung der Alterspyramide bald negativ werden. Wenn nichts unternommen wird, könnte das Ergebnis im Jahr 2013 in die roten Zahlen kippen. "Das Parlament diskutiert diese Probleme, und wir gehen davon aus, dass es rechtzeitig Lösungen finden wird."
Wenn nichts geschehe, werde das Vermögen der AHV wegen der alternden Bevölkerung stetig schrumpfen, blickt Netzer in die Zukunft. "Wenn es keine zusätzlichen Mittel für die AHV gibt, müssten wir das vorhandene, erodierende Vermögen sehr vorsichtig anlegen, die Rendite würde sinken. Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, die AHV ins Gleichgewicht zu bringen."
Im vergangenen Jahr seien die Betriebsergebnisse der AHV und EO insgesamt auch wegen der guten Anlage-Performance positiv ausgefallen, erklärte Eric Breval, CEO des Ausgleichsfonds, im Interview. Das Umlageergebnis der AHV sei nicht so gut wie letztes Jahr, wohl aber noch positiv. "In der IV blieb das Ergebnis negativ, dürfte sich jedoch leicht verbessert haben. Die EO bleibt negativ, etwa auf dem Niveau des Vorjahres", so Breval weiter.
Die AHV-Fonds profitierten 2009 von einer guten Anlage-Performance. Auf den angelegten Mitteln haben der Ausgleichsfonds eine Performance von 13% erzielt. Die Gesamtperformance, also inklusive der Tresoreriemittel, die der Fonds halten muss, um die Zahlungsströme zu gewährleisten, erreichte 11,5%, sagte Netzer. Der Fonds habe gut gearbeitet und die Strukturen weiter verbessert, insbesondere im Bereich Risk Management und Reporting.
Die Anlagepolitik des Fonds war weniger dynamisch, die Volatilität reduziert. Dabei sei der Anteil der Aktien und anderer volatiler Anlagekategorien gesenkt worden, meinte Netzer. "Wir haben nur den strategischen, neutralen Anteil der Aktien reduziert, der absolute Wert ist nicht gesunken", so Breval.
mk/uh

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