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PRESSE/Auch DWS unzufrieden mit VW-Porsche-Deal - Mehr Transparenz gefordert

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 19:30 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Der Widerstand der institutionellen Investoren gegen die geplante Übernahme von Porsche durch den Autokonzern Volkswagen wird breiter. Nach einem norwegischen Pensionsfonds hat auch Deutschlands grösste deutsche Fondsgesellschaft DWS Investment mehr Transparenz von Management und Aufsichtsrat eingefordert. "Management und Aufsichtsrat tun gut daran, Vermutungen über einen Interessenskonflikt rasch mit Fakten aus dem Weg zu räumen", sagte DWS-Fondsmanager Henning Gebhardt dem "Handelsblatt" (Freitag). "Denn natürlich legt ein solcher Deal den Vorwurf nahe, dass es Interessenkonflikte zwischen den Porsche-Familien als VW-Grossaktionär sowie den freien Minderheitsaktionären geben könnte."
Gebhardt forderte auch Korrekturen an der geplanten VW-Kapitalerhöhung über Vorzugsaktien. "Für die freien Investoren wäre es ein klarer Vorteil, wenn die Kapitalerhöhung nicht allein über Vorzüge abgewickelt wird", sagte der Manager. Die DWS gilt als grösster Einzelaktionär von stimmrechtslosen VW-Vorzügen. Der staatliche norwegische Pensionsfonds, Norges Bank Investment Management, hatte zuvor bereits die Pläne öffentlich attackiert und dem Deal seine Unterstützung versagt.
Auch DWS-Manager Gebhardt sieht zahlreiche viele offene Fragen. "Wir sehen noch viele Punkte bei der geplanten Übernahme, bei denen erheblicher Informationsbedarf besteht", sagte er. "So haben wir bisher relativ wenig Auskünfte darüber erhalten, wie Volkswagen auf die Bewertung von 12,4 Milliarden Euro für Porsche gekommen ist." Auch der geplante Kauf der Salzburger Holding der Porsche-Familien sei für die Investoren noch weitgehend ein Buch mit sieben Siegeln./nl

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