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HAMBURG (awp international) - Der Automobilhersteller Audi legt sich bei der geplanten Serienproduktion von Elektroautos mit der Konzernmutter Volkswagen an. Der Ingolstädter Hersteller wolle gegen den Willen der Wolfsburger sein eigenes Antriebskonzept durchsetzen, hiess es in einem Bericht der "Financial Times Deutschland" am Montag. "Bei VW wird das nicht gerne gesehen", sagte ein Insider der Zeitung. In Wolfsburg sei von einem "Anarchoprojekt" die Rede, das Audi im Alleingang und ohne Rückhalt des Mutterkonzerns betreibe.
Audi plane die Serienfertigung von Elektroautos mit einem Wankelmotor. Dieser lädt den Akku des Elektromotors während der Fahrt wieder auf, wenn der gespeicherte Strom zur Neige geht. Die Konzernzentrale setzt dagegen auf den konventionellen Hybridantrieb, bei dem ein Elektro- und Verbrennungsmotor das Auto gemeinsam bewegen, oder auf reine Elektrofahrzeuge.
Volkswagen strebt aus Kostengründen eine gemeinsame Elektroautostrategie für alle seine Marken an. Dabei sollen möglichst viele gleiche Teile von allen Marken des Konzerns verwendet werden. Dabei könnte allerdings gerade der Premiumhersteller Audi an Profil verlieren. Dieses ist jedoch im Kampf gegen die Rivalen BMW und Daimler besonders wichtig.
Für Audi-Chef Rupert Stadler ist eine Serienfertigung des bereits auf Automobilmessen vorgestellten Elektroantriebs mit einem Wankelmotors ein Prestigeobjekt. Ein offizieller Beschluss, ob die Eletkroautostudie mit einem Wankelmotor (A1 E-Tron) in Serie gehen soll, sei noch nicht gefallen. "Es gibt noch keine grundsätzliche Entscheidung über die Serienfertigung", sagte ein Audi-Sprecher der "FTD".
Die Vorstände des Ingolstädter Autobauers wollen Anfang Februar erneut über den A1 E-Tron beraten, wie die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise schriebt. Bei VW passe der Plan der Bayern vor allem dem Elektrobeauftragten des Konzerns, Rudolf Krebs, nicht ins Konzept./zb/alg/tw

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