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Bern (awp/sda) - Brady Dougan, Chef der Credit Suisse und damit der zweitgrössten Bank der Schweiz, verficht strenge Regeln für den Sektor. Sind die Too-big-to-fail-Regeln und die Vorschriften von Basel III dereinst in Kraft, werde das ganze System wesentlich robuster.
Bereits heute sei das Bankensystem sicherer als vor der Finanzkrise, sagte der Manager in einem Interview mit der Wochenendbeilage "Das Magazin" des Tamedia-Verlags. Im Hinblick auf die von der Expertenkommission vorgeschlagenen strengen Schweizer Eigenkapitalvorschriften plädierte er für mehr Eigenkapital weltweit.
Derzeit bewegten sich die Eigenkapitalvorschriften weltweit zu gleich langen Spiessen hin. Die Situation auf allen Finanzplätzen werde sich angleichen. Nach der Krise könne niemand mehr bestreiten, dass die Banken mehr Eigenkapital bräuchten.
Die Vorschläge der Expertenkommission, welche von Bundesrat, Nationalbank und Finanzmarktaufsicht mitgetragen werden, will Dougan ohne signifikante Änderungen umgesetzt sehen - und zwar so schnell wie möglich. Allerdings müsse man beim vorliegenden Gesetzesentwurf da und dort über vorgenommene Änderungen debattieren.
Alle Risiken liessen sich nicht ausschliessen. "Aber wir können ein System schaffen, in dem praktisch ausgeschlossen wird, dass je wieder eine Regierung mit Steuergeldern eine Bank retten muss", erklärte Dougan.
Die Bedenken seines Konkurrenten Oswald Grübel von der UBS gegen die bedingten Pflichtwandelanleihen, die sogenannten Coco-Anleihen, teilt Dougan nicht im geringsten. Zuerst habe es geheissen, diese seien unverkäuflich. Die CS habe aber für 2 Mrd CHF Cocos am Markt platziert und hätte entsprechend der Nachfrage 20 Mrd platzieren können.
Diesen Punkt ausgeräumt, komme nun das Argument, die Cocos könnten prozyklisch wirken und eine Bank noch tiefer in den Strudel reissen. Eine Bank ohne den Coco-Rettungsschirm müsste - sinkt ihr Eigenkapital unter 7% - zu einem ungünstigen Zeitpunkt neue Investoren suchen. Gelinge das nicht, drohe die Insolvenz. Eine Bank mit Cocos hingegen würde automatisch rekapitalisiert, kontert Dougan die Prozykliker-Theorie.
Überhaupt: Seine Bank habe bereits bewiesen, dass auch im neuen Regulierungsrahmen eine hohe Kapitalrendite zu erzielen sei und die Konkurrenzfähigkeit bleibt. Solange das neue Bankengesetz mit den Vorschlägen der Expertenkommission konform bleibe, stelle sich die Frage über den Wegzug seiner Bank nicht.
Abgesehen von den Gebieten, die sein Geschäft direkt betreffen, zeigte Dougan im schweizerischen Polit-Alltag kein Expertenwissen. Von seinen Interviewern nach der Bundespräsidentin gefragt, gab er an, er kenne Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf und vermutete, letztes Jahr könnte Hans-Rudolf Merz das Amt inne gehabt haben.
Darüber informiert, dass Merz 2009 an der Reihe gewesen war, sagte Dougan: "Dann muss es Frau Leuthard sein." Auch bei der Zahl der Bundesräte zeigte der Top-Banker Schwächen. Auf eine "magische Zahl" hingewiesen, vermutete er, es seien acht.
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