Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

DÜSSELDORF (awp international) - Die Bundesregierung bastelt Presseberichten zufolge an der künftigen Aktionärsstruktur des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS . Es würden mehrere Szenarien durchgespielt, wie die deutsch-französische Balance und die gemeinsame Mehrheit an dem Airbus-Mutterkonzern gehalten werden könne, berichten das "Handelsblatt" und die "Financial Times Deutschland" (Montag) unter Berufung auf Regierungs- und Branchenkreise. Diskutiert werde, ob die staatliche Förderbank KfW anstelle des Bundes EADS-Aktien übernehmen solle. Anlass ist der Wunsch des Autobauers Daimler , seine EADS-Anteile auf lange Sicht abzustossen. Die Regierung wolle Ende Februar über das Thema beraten, heisst es.
Offiziell geben sich die Ministerien und das Bundeskanzleramt bedeckt. Bodo Uebber, Daimler-Finanzchef und Verwaltungsratschef bei EADS, hatte bereits früher gesagt, dass sich die Frage der Aktionärsstruktur irgendwann stellen werde. Einem Daimler-Sprecher zufolge gibt es keinen neuen Sachstand. Sollte auch der Medienkonzern Lagardere seine Anteile veräussern, wird laut "Handelsblatt" voraussichtlich der französische Staat die Aktien übernehmen - möglicherweise über den Staatsfonds FSI. Für die Bundesregierung geht es nun darum, die Machtbalance mit der französischen Seite zu erhalten.
Derzeit wird EADS über einen Aktionärsverbund kontrolliert. Von deutscher Seite hält der Daimler-Konzern 15 Prozent direkt. Weitere 7,5 Prozent sind grösstenteils bei einem Bankenkonsortium geparkt, die Stimmrechte verbleiben allerdings bei Daimler. Auf französischer Seite gehören dem Lagardere-Konzern 7,5 Prozent und dem Staat 15 Prozent. Anstelle der deutschen Bundesregierung könne die Staatsbank KfW bei der Übernahme des Daimler-Pakets einspringen. Die "FTD" nennt als weitere Kandidaten die Investmentgesellschaft Mubadala aus Abu Dhabi und die Beteiligungsfirma Aabar Investments, die 2009 bei Daimler eingestiegen war.
Die deutschen Banken wollen die bei ihnen geparkten Anteile voraussichtlich nicht ewig behalten - die Parklösung läuft bis Ende 2012. Für die Zeit danach muss die Bundesregierung eine Lösung finden. Die Variante einer "Goldenen Aktie", bei der die beteiligten Staaten Vetorechte bekämen, gilt als unwahrscheinlich. EADS-Chef Louis Gallois hatte eine solche Lösung zuletzt als sehr schwierig bezeichnet. Die beteiligten Staaten wollen mit ihrer Stimmrechtsmehrheit bei EADS wichtige Rüstungsprogramme schützen./stw/alg/wiz

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???