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HAMBURG (awp international) - Im Ringen um die Gaspipeline Nabucco vom kaspischen Raum nach Europa drängt EU-Energiekommissar Günther Oettinger einem Pressebericht zufolge auf eine stärkere Zusammenarbeit mit zwei kleineren Leitungsprojekten durch das Mittelmeer. Die Kommission habe die Konsortien von Nabucco, ITGI und TAP gebeten, die Optionen für eine Kooperation zu erkunden, schreibt die "Financial Times Deutschland" am Freitag unter Berufung auf Kommissionskreise. Hintergrund ist die Sorge der EU-Kommission, dass das Prestigeprojekt Nabucco scheitern könnte. Mit Nabucco will sich Europa unabhängiger von russischem Gas machen.
Die rund 3.300 Kilometer Leitung soll Gas aus dem kaspischen Raum quer durch die Türkei, Rumänien und Bulgarien nach Mitteleuropa transportieren. Die Transadria-Pipeline (TAP) und das Konsortium Interkonnektor Türkei-Griechenland-Italien (ITGI) sollen Südeuropa enger an das bestehende türkische Netz angliedern. Die kämen auch als Anschlüsse für den grossen Nabucco-Konkurrenten South Stream in Frage. Diese Pipeline wird von Russland geplant und soll durch das Schwarze Meer führen.
Bei den Unternehmen gibt es Bewegung. "ITGI ist das realistischere Projekt", sagte der für Projektentwicklung verantwortliche Direktor des ITGI-Gesellschafters Edison, Roberto Poti, kürzlich laut Zeitung in Rom. Es könne eine Vereinbarung geben, "die eine Überschneidung mit Nabucco vermeidet". Eine TAP-Sprecherin sagte: "Wir sind offen für Kooperationen, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll sind." Zurückhaltender sind die Nabucco-Gesellschafter. Mit ITGI gebe es keine Gespräche über Kooperationen, sagte ein Sprecher des Nabucco-Gesellschafters OMV der Zeitung. Prinzipiell seien Anschlüsse an Nabucco für andere möglich, erklärte ein Sprecher des Nabucco-Mitgesellschafters RWE . Kooperationen seien aber gegenwärtig "kein Thema auf Konsortiumsebene".
Laut RWE werden die Pläne für Nabucco unverändert weiterverfolgt. Eine Investitionsentscheidung könne möglicherweise Ende des Jahres getroffen werden - ursprünglich sollte schon im vergangenen Jahr Klarheit herrschen. Oettinger wünscht sich nach "FTD"-Informationen eine schnellere Entscheidung. Die Kommission hatte gehofft, dass das Pipelineprojekt auf den Weg gebracht wird, sobald im März die Verträge über den Verkauf des Gases aus dem Feld Shah Deniz II in Aserbaidschan unterzeichnet werden./enl/fn/tw

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