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Bern (awp/sda) - Die Schuldenkrise in Europa trifft auch Schweizer Unternehmen hart: Bei der Franke Artemis Gruppe etwa ist der Umsatz in Griechenland nur noch halb so hoch wie vor vier Jahren. In Spanien liege die jährliche Nachfrage noch bei 250'000 Küchen, früher waren es eine Million.
Eine Besserung sei nicht in Sicht, sagte Michael Pieper, Konzernchef und Besitzer im Interview mit der "SonntagsZeitung". "Es braucht jetzt Mut und Optimismus".
Zwar hat der Mischkonzern, der unter anderem Küchen und Sanitärsysteme herstellt, im vergangenen Jahr dank seiner Beteiligungssparte den Gewinn auf über 187 Mio CHF mehr als verdoppeln können. Der Umsatz ist indes leicht um 0,2% auf 2,43 Mrd CHF gesunken.
Seit Anfang Jahr sei auch der Umsatz in Ägypten wegen der politischen Unruhen auf noch 30% gefallen. Zudem drückt der Schweizer Franken auf die Erträge. "Bei der Umsatzkonsolidierung verlieren wir wegen des starken Schweizer Frankens rund 10% - das ist massiv", so Michael Pieper.
Das Unternehmen will am Standort Schweiz zwar festhalten. Ziel sei aber, dass 60% der Kosten in Niedriglohnländern anfallen. "Das heisst: Wir bauen den Anteil in Tieflohnländern stetig aus und verabschieden uns von teuren Standorten wie etwa Spanien und Grossbritannien."
Dem harten Franken kann Pieper aber auch Positives abgewinnen. Er zwinge dazu, schnell und kreativ zu sein. "Er kostet uns jetzt zwar einiges an Marge, aber er hilft uns auch, noch besser als die anderen zu werden."
Weiter äusserte sich der 65-jährige Pieper zur Nachfolge-Frage. Er bleibe, bis er einen geeigneten Nachfolger gefunden habe. Der Ablöseprozess sei aber bereits im Gang. "Wir haben die Komplexität stark reduziert. Mir rapportieren nur noch die vier direkt unterstellten Chefs der Divisionen. Einer davon kommt als Nachfolger infrage".
rt

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