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Zürich (awp) - Die Klinikgruppe Genolier spürt die Auswirkungen der Unruhen in den arabischen Ländern auf das eigene Geschäft. "Vor allem in Ländern, wo wir neu aktiv Patienten rekrutieren, haben diese Geschehnisse unsere Arbeit erschwert", sagte Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan im Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft" (FuW, Vorabdruck der Ausgabe vom 22. Juni).
In diesem Bereich liege das grössere Problem allerdings beim Bund, so der VRP weiter. Es sei oft umständlich und langwierig, Visa für Patienten aus gewissen Ländern zu bekommen. Gleichzeitig sei die Konkurrenz aus Destinationen wie Deutschland und Grossbritannien noch härter geworden.
Dabei sei der Anteil zahlungskräftiger Gäste aus dem Ausland allerdings nicht so hoch, wie gemeinhin angenommen, sagte Loretan. "Auf Gruppenebene sind 90% unserer Patienten Schweizer. Nur in Genolier selbst behandeln wir etwa 15% ausländische Patienten."
Mit Blick auf die weitere Entwicklung im Gesundheitsmarkt erklärte der VRP, die nächsten Jahre könnten für die Klinikgruppe "finanziell etwas schwieriger" werden, da Genolier nicht auf Subventionen zurückgreifen wolle. "Aber wir sind überzeugt, dass wir mittel- und langfristig als Vertragsspitäler die besseren Karten haben. Das bedingt aber eine langfristige Vision und ein stabiles Aktionariat - was jetzt der Fall ist", so Loretan.
Im Zusammenhang mit den Streitigkeiten im Aktionariat stellt das Unternehmen Forderungen an einige Akteure. "Direkte und indirekte Kosten kommen auf 9,5 Mio CHF, die wir von Michael Schroeder, Hans-Reinhard Zerkowski und François Brot einfordern", erklärte der Genolier-VRP. Andere Interventen könnten auch als faktische Organe verfolgt werden.
Die direkten Kosten in der Höhe von 4,8 Mio CHF seien buchhalterisch als bestritten erfasst worden, hiess es. Darin enthalten seien Anwaltskosten, Berater- und Kommunikationshonorare. "Aber der grösste Schaden ist das falsche öffentliche Bild, das über Genolier verbreitet wurde. Wir müssen es immer wieder korrigieren", sagte Loretan.
Gerade in Akquisitionsverhandlungen sei das nicht einfach. Regional gesehen wolle sich Genolier in der Westschweiz noch stärker verankern, mit Priorität in Genf, hiess es zur weiteren Strategie. In der Deutschschweiz kämen mittelfristig sicher zwei, drei weitere Kliniken dazu.
cc/mk

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