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PRESSE/Konecranes rüstet sich für Akquisitionen - 'Kein Kommentar zu Demag'

DÜSSELDORF (awp international) - Der finnische Kranhersteller Konecranes sieht sich für weitere Akquisitionen gerüstet. "Die Branche ist stark fragmentiert, eine Konsolidierung ist dringend notwendig", sagte Vorstandschef Pekka Lundmark dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Sorge bereitet ihm die Fusionswelle unter den Zulieferern und den Kunden aus der Logistikbranche. "Zwischen diesen starken Blöcken wollen wir nicht zerrieben werden." Hinzu komme, dass in China neue Wettbewerber entstünden, gegen die sich Konecranes behaupten müsse. "Wir müssen uns gegen diese verteidigen."
Der finnische Konzern hat in den vergangenen Jahren einen aggressiven Wachstumskurs gefahren, der eine Reihe von Übernahmen umfasste. Alleine im vergangenen Jahr erwarb Konecranes neun Wettbewerber, im ersten Quartal dieses Jahres kamen drei weitere hinzu. Damit soll aber nicht Schluss sein. "Wir schauen uns nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten um." Dazu liefen bereits Gespräche, sagte Lundmark ohne Details zu nennen.
Lundmark liess offen, ob sein Unternehmen auch eine Übernahme der deutschen Demag Cranes AG erwägt. "Dazu habe ich derzeit keinen Kommentar." Am Montag hatte der US-Rivale Terex eine feindliche Offerte für Demag Cranes angekündigt. Analysten erwarten nun, dass Konecranes eine Gegenofferte vorlegen wird. Im Herbst vergangenen Jahres hatte Konecranes erfolglos um einen Zusammenschluss mit Demag Cranes gebuhlt.
Auch wenn sich Lundmark nicht zu Demag Cranes äussern wollte, ein Bieterrennen könnte sich Konecranes mit seinem Finanzpolster leisten. Für Akquisitionen verfügt Konecranes über ausreichend liquide Mittel, die Bilanz ist fast schuldenfrei, wie Lundmark sagte. "Wir können einige Hundert Millionen Euro aufbringen und uns über den Kapitalmarkt noch zusätzlich Geld holen." Terex hat sein geplantes Angebot auf 884 Millionen Euro beziffert, was aber nicht reichen dürfte. Denn Demag Cranes wird an der Börse derzeit mit knapp einer Milliarde Euro bewertet - die Investoren rechnen offensichtlich mit einem höheren Gegenangebot./tw

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