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Zürich (awp/sda) - Der grösste Schweizer Reiseveranstalter Kuoni bleibt Ägypten auch nach dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak vorderhand fern. Bis Ende März sind keine Flüge geplant.
Kuoni hoffe jetzt auf eine weitere Stabilisierung der Lage, sagte Konzernchef Peter Rothwell in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" (SoZ, Ausgabe 13.2). Entscheidend seien ausserdem die Reiseempfehlungen der Aussenministerien.
Gravierende Langzeitfolgen für Ägypten als Reisedestination befürchtet Rothwell nicht: "Der Tourismus hat in jüngster Zeit so viele Krisen und Bedrohungen erlebt, dass die Menschen immuner dagegen geworden sind."
Zu den Einbussen für Kuoni sagte Rothwell, der Januar sei sicher kein guter Monat gewesen, zu dieser Jahreszeit sei Ägypten eine wichtige Destination. Ägypten mache eine tiefe einstellige Prozentzahl des Umsatzes aus, der sich 2009 auf insgesamt 3,8 Mrd CHF belief. Kuoni betreibt in Ägypten aber keine eigenen Hotels oder Flugzeuge.
Die Reiseveranstalter versuchen, Umbuchungen anzubieten. In der Wintersaison gebe es auf der Kurzstrecke aber nicht viele Alternativen, nachdem es auch Tunesien zu einem Umsturz gekommen ist. "Die Kanaren profitieren klar", sagte Rothwell. "Hier werden die Kapazitäten vor allem in Hotels knapper.
Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr zeigte sich Rothwell zudem zuversichtlich, dass Kuoni den prognostizierten Umsatz von rund 4 Mrd CHF erreicht.
Andere Unternehmen wie Tui-Schweiz boten zuletzt in reduziertem Ausmass weiterhin Ferien in Ägypten an. Die Lage in den Hotelanlagen am Roten Meer sei ruhig, es herrsche dort kein Chaos, wurde von den Veranstaltern betont.
Ägypten-Spezialisten geht es allerdings ans Eingemachte: Allein in Deutschland sind laut dem Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Burgbacher, rund 50 solche Veranstalter existenziell gefährdet. Ägypten verliere derzeit Tag für Tag 30 Millionen Dollar wegen dem Ausbleiben von Touristen.
Im Interview mit der SonntagsZeitung wies Rothwell zudem Spekulationen über ein mögliches Zusammengehen mit Konkurrent Hotelplan zurück. "Das ist zurzeit kein Thema". Es habe Ende 2009 Gespräche gegeben. Es gebe wirtschaftliche Gründe, die vielleicht für ein Zusammengehen sprechen könnten, aber das Thema sei derzeit vom Tisch. "Man soll allerdings niemals nie sagen", so der Kuoni-Chef weiter.

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