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Zug (awp) - Der Umbau der auf die schonende Bewirtschaftung von Tropenwäldern spezialisierten Precious Woods Holding AG war einschneidend. So mussten etwa in der europäischen Holzhandelsgesellschaft rund 50% des Personals entlassen werden. VR-Präsident Ernst Brugger sieht sein Unternehmen nun auf gutem Weg, den Turnaround zu erreichen. Im Jahresverlauf stünden Entscheide über gewichtige Expansionspläne in Brasilien und im Kongo an, sagte er im Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe vom 21.07).
Precious Woods hat in den letzten fünf Jahren nur zweimal Gewinn erzielt. 2008 war ein "schlechtes" Jahr und 2009 gar ein "sehr schlechtes" Jahr, räumt Brugger ein. "Wir sehen uns auf gutem Weg den Turnaround zu erreichen. Ob uns das bereits im laufenden Jahr in die Gewinnzone führt, kann ich nicht zuverlässig sagen. Entscheidend ist, dass wir dafür die Voraussetzungen schaffen", so der VR-Präsident wörtlich.
Im Zuge des Umbaus hat sich das Unternehmen eine schlankere Struktur verpasst und sich marktorientierter ausgerichtet. "Die Massnahmen waren tiefgreifend, so mussten wir rund 50% des Personals entlassen", illustriert Brugger beispielsweise mit Blick auf die europäische Holzhandelsgesellschaft.
Precious Woods hatte in den letzten Jahren mit einer verschärfen Konkurrenz im Geschäft mit zertifiziertem Tropenholz zu schaffen. "Die Konkurrenz ist härter als früher, aber verkraftbar. Der Markt wird nicht mit nachhaltigen Produkten überschwemmt", fasst Brugger zusammen. Die Nachfrage in Europa sei auf der anderen Seite langsam im Steigen begriffen, während das Nachhaltigkeitslabel FSC in Asien und den USA noch kein grosses Thema sei.
Im Jahresverlauf stehen bei Precious Woods Entscheide über gewichtige Expansionspläne in Brasilien und im Kongo an. Im Kongo prüfe die Gesellschaft den Kauf einer Gruppe von Gesellschaften. Dem Unternehmen bietet sich Brugger zufolge die Gelegenheit, eine der weltweit grössten privaten Waldflächen über Konzessionen zu bewirtschaften. Mit der Übernahme würde sich der Umsatz von Precious Woods in etwa verdoppeln. Die Option enthalte auch hohe Risiken, die gründlich abzuklären seien. Ein Entscheid werde bis Ende Jahr fallen.
Precious Woods plant Brugger zufolge im Kongo eine Zusammenarbeit mit Institutionen der Weltbankgruppe, um politische Risiken abzusichern. Grössere Investitionen könnten aber nur mit der Aufnahme von neuem Kapital gemacht werden, betont der VR-Chef. "Einige Investoren haben bereits Interesse signalisiert", erklärte er.
Probleme in Brasilien sorgten 2009 für einen Verlust. Das Engagement in dem Land soll nach einem teilweisen Rückzug auch dort wieder ausgebaut werden. Brugger macht insbesondere die Korruption in einigen Teilen des Landes für die Problem verantwortlich, weshalb der Rückzug aus der Region Para erfolgt sei. Derzeit prüfe die Gesellschaft den Einstieg im Bundesstaat Acre, wo die Institutionen und Behörden zuverlässiger seien.
ra/uh

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