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BERLIN (awp international) - Der Vorstandschef der Royal Bank of Scotland, Stephen Hester, hält die schlimmste Krise in der Geschichte des einstigen britischen Vorzeigeinstituts für überstanden. "Die Royal Bank of Scotland (RBS) ist vielleicht der grösste Restrukturierungsfall der Welt, und im ersten Jahr waren wir naturgemäss stark mit uns selbst beschäftigt. Aber jetzt entstehen wieder neue Freiräume, sagte Hester der "Welt am Sonntag".
Die RBS musste in der Finanzkrise vom britischen Staat gestützt werden, der heute grösster Aktionär ist. Mit einem schrittweisen Rückzug des Staates rechnet Hesters ab 2011. "Mein Ziel ist es, dass der Verkauf der staatlichen Anteile im kommenden Jahr beginnen kann." Dies werde sicher nicht in einem Rutsch erfolgen. "Aber ich wäre enttäuscht, wenn es im kommenden Jahr nicht zu einem ersten Privatisierungsschritt kommt."
Heftige Kritik äusserte Hester, der im November 2008 an die Bankspitze wechselte, an seinem Vorgänger Fred Goodwin. So sei der Kauf der ABN Amro kurz vor dem Höhepunkt der Finanzkrise ein grosser Fehler gewesen - in finanzieller und in strategischer Hinsicht. Die RBS, die heute grösstenteils dem britischen Staat gehört, habe vor der Krise keine Strategie gehabt und immer dort zugekauft, wo sich gerade eine gute Gelegenheit bot.
Hester verteidigte, dass die Bank trotz Milliardenhilfen vom Staat weiterhin Boni an ihre Mitarbeiter ausschüttet. Er habe Verständnis für die öffentliche Debatte. Aber: "Wir müssen die Bank profitabel machen, wenn der Steuerzahler sein Geld zurückbekommen soll, und dafür brauchen wir gute Leute."
Der Vorstandschef bestritt, dass die Bank ihr Geschäft in Deutschland stark herunterfahre. "Von Rückzug kann keine Rede sein", sagte der 49-Jährige, der sich bei der Credit Suisse sowie der British Land Company einen Namen als Banker und Sanierer gemacht hat. Hester verwies auf Transaktionen für die Deutsche Bahn oder die Metro sowie die Emission einer Anleihe für die Deutsche Telekom./hgo/DP/she

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