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MOSKAU (awp international) - Der russische Ölförderer Rosneft steht laut einem Zeitungsbericht kurz vor dem Einstieg bei der Ruhr Oel in Deutschland. Käme das Geschäft zustande, wäre es dem Bericht des "Wall Street Journals" (WSJE/Freitag) zufolge der grösste Zukauf eines staatlich kontrollierten russischen Energieunternehmens in Westeuropa.
Rosneft sei in fortgeschrittenen Verhandlungen, den 50-Prozent-Anteil an der Ruhr Oel der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela (PdVSA) abzukaufen, berichtet das "WSJE". Medienberichte, dass Russland und Venezuela über die Beteiligung verhandeln, hatte es schon Anfang April vor einer Reise des russischen Regierungschefs Wladimir Putin nach Caracas gegeben.
Für den Anteil steht ein Kaufpreis zwischen einer und zwei Milliarden Euro im Raum, berichtet nun die Zeitung mit Verweis auf mit der Situation vertraute Personen. Ruhr Oel wurde 1983 gegründet und besitzt die Raffinerien Scholven und Horst (beide Gelsenkirchen). Zudem hält das Unternehmen Anteile an den Raffinerien PCK (Schwedt an der Oder), Miro (Karlsruhe) und Bayernoil (Vohburg). Insgesamt kommt Ruhr Oel auf rund ein Viertel der Kapazitäten in Deutschland.
Die Transaktion könnte sich auch positiv auf den von der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gebeutelten britischen Energiekonzern BP auswirken. BP hält die zweite Hälfte an Ruhr Oel und könnte auf sein Vorkaufsrecht für den Anteil des venezolanischen Partners verzichten. Rosneft habe BP ein attraktives Angebot gemacht, das die Erforschung von Ölreserven in der Arktis vorsehe, sagten die eingeweihten Personen. Dies wäre auch ein wichtiges Signal, dass BP auch nach dem Unglück vor den Küsten Nordamerikas als Partner für neue Projekte weiter salonfähig sei. BP und Rosneft arbeiten schon bei einer Reihe von Projekten zusammen./dct/ang/tw

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