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Zürich (awp) - Die Schmolz+Bickenbach AG ist zuversichtlich, dass die Stahlgruppe in Deutschland eine Staatsbürgschaft erhält. "Wir haben erste Signale, dass unser Finanzierungskonzept, das wir gemeinsam mit unseren Kernbanken erarbeitet haben, von den Behörden unterstützt wird", sagte CEO Marcel Imhof gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" (FuW, Ausgabe vom 20.01.).
Es könnte deshalb in den nächsten Wochen zu einem zustimmenden Entscheid kommen, so Imhof weiter. Schmolz+Bickenbach habe sich um die Staatsbürgschaft beworben, um den bestehenden Kreditrahmen bis 2012 abzusichern und günstigere Finanzierungskonditionen bei den Banken zu erhalten. Das Unternehmen stecke jedoch nicht in einer Kreditklemme und müsse keine frischen Mittel aufnehmen, um das operative Geschäft weiter abwickeln zu können.
Zu den Aussichten für das laufende Jahr erklärte der Firmenchef, der Lagerabbau sei mittlerweile abgeschlossen, und der Bestellungseingang sehe bereits recht vernünftig aus. Die meisten Kunden blieben jedoch vorsichtig und kauften nur so viel Material, wie sie unmittelbar benötigten. "Für das Aufstocken der Vorräte fehlt noch der Mut."
Die Auslastung habe sich im zweiten Semester wesentlich verbessert, so Imhof. Auch der Umfang an Kurzarbeit habe deutlich abgenommen. Schmolz+Bickenbach rechne für 2010 mit einem Produktionsvolumen, das rund ein Fünftel geringer sei als in den Boomjahren. "Bis wir auf dieses Niveau zurückkommen, wird es noch einige Zeit dauern", hiess es.
Zum Ergebnis sagte Imhof, dieses hänge eng mit der Auslastung zusammen. Nachdem sie in der zweiten Jahreshälfte wieder zugenommen habe, sei auch das Ergebnis auf dem Weg der Erholung. Ob die Erholung dauerhaft sei, müsse sich noch zeigen, zumal die Sicht nur einige Wochen reiche. Er bleibe aber zuversichtlich, dass die Gesellschaft im laufenden Jahr zur Profitabilität zurückkehren werde.
cc/ra

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