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Zürich (awp) - Das von US-Präsident Obama angekündigte neue Konjunkturprogramm könnte für Sika AG positive Auswirkungen haben. "Der Baubereich in den USA leidet seit Jahren, und es sind derzeit kaum Anzeichen einer Erholung sichtbar. Sollten diese Massnahmen politisch durchsetzbar sein, würden sie klare positive Wirkung zeigen", sagte Sika-CEO Ernst Bärtschi im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (FuW, Ausgabe vom 11.09.).
"Alle genannten Zielbereiche der Massnahmen wären für uns von Bedeutung, da wir in allen Bereichen Unterlieferant sind", so der CEO weiter. "In einigen dieser Bereiche wie zum Beispiel bei der Brückensanierung sind wir klarer Marktleader mit einem umfassenden Leistungsausweis in den USA."
Dass die Aktien von Sika - im Gegensatz zu den Titeln von Holcim - kaum auf die Ankündigung reagiert haben, begründet der CEO damit, dass Holcim "viel direkter und intensiver" mit dem Baugeschäft in den USA verknüpft sei als Sika. "Sika ist auch weit breiter abgestützt und hat erhebliche Umsatzanteile im Industriegeschäft der USA", sagte Bärtschi.
Zu den Auswirkungen der Stärke des Frankens gegenüber dem Dollar und dem Euro sagte der CEO: "Abgesehen von den erheblichen Translation Losses im Umsatz und in der Bilanz sind die Auswirkungen vergleichsweise bescheiden."
Angesprochen auf die weitere Geschäftsentwicklung sagte Bärtschi: "Das zweite Semester 2009 war ein hervorragendes Semester, und es wird nicht einfach werden, dies zu überbieten." Die Rohstoffpreissteigerungen und die infolge stillgelegter Kapazitäten beschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen machten dem Unternehmen zu schaffen. "Es gelingt uns derzeit, die Preise im Markt anzuheben - aber mit Verzug und nicht immer im vollen Ausmass der Rohstoffteuerung. Insgesamt klagen wir aber auf relativ hohem Niveau", so der CEO.
ch/mk

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