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Zürich (awp) - Im Insiderfall beim Hörgerätehersteller Sonova mussten laut dem neuen Verwaltungsratspräsident Robert Spoerry bei der Besetzung des Managements schnell klare Verhältnisse geschaffen werden. Die Anwälte von Homburger, welche die Untersuchungen leiteten, hätten entsprechend alle jetzt neu in Leitungsgremien vertretenen Personen überprüft, sagte Spoerry im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (FuW; Vorabdruck der Ausgabe vom 2.4.).
Spoerry selber habe in den Monaten Februar und März nicht mit Sonova-Aktien gehandelt. "Und wenn ich früher Transaktionen abwickelte, liess ich sie immer durch den Finanzchef absegnen." Dies werde man bei Sonova auch künftig so handhaben. An der Aktien- und Optionen-Entlöhnung des Managements will Spoerry festhalten.
Der neue interimistische CEO Alexander Zschokke, der zuvor als Marketing- und Retailexperte bei Sonova tätig war, hat jedoch im fraglichen Zeitraum mit Aktien des Unternehmens gehandelt. Spoerry sieht darin keinen Belastungsgrund, denn das Retailgeschäft mache etwa nur 20% des Gruppenumsatzes aus und sei nur ein Teilbereich der Verkaufsaktivitäten. Zschokke sehe nur frühzeitig, was in den Läden von Sonova laufe.
Der neue CEO müsse nicht zwingend aus der Hörgerätebranche stammen, so der Präsident zur Suche nach einem neuen Geschäftsleiter. "Wichtig ist, dass ein künftiger CEO genügend von Technologie versteht, eine hohe Affinität für Marketing, aber auch eine starke Führungs- und Teamorientierung hat."
mk

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