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PRESSE/Synthes-VRP: Hohe Cash-Bestände gut - Anhebung der Dividende möglich

Dieser Inhalt wurde am 23. Oktober 2009 - 18:30 publiziert

Zürich (awp) - Die Synthes Inc sieht sich mit den vorhandenen flüssigen Mitteln gut positioniert, will den Aktionären jedoch möglicherweise eine höhere Ausschüttung zukommen lassen. "Der hohe Cash-Bestand ist doch gut", erklärte Synthes-Verwaltungsratspräsident (VRP) Hansjörg Wyss gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" (FuW, Vorabdruck vom 24.10.). Allerdings sei die Anhebung der Dividende eine Möglichkeit, die der Verwaltungsrat diskutiere.
Zum US-Geschäft sagte Wyss, die Gesundheitsbehörde FDA zeige sich seit Jahren streng, vor allem wenn es um Produkte für die Wirbelsäulenbehandlung gehe. Die Zulassung der künstlichen Bandscheiben Prodisc-L und Prodisc- C habe acht beziehungsweise sieben Jahre benötigt. "In Europa dagegen verläuft die Zulassung viel rascher und unkomplizierter", so der VRP. Er denke jedoch, dass die europäischen Behörden bald ihre Richtlinien verschärfen würden.
Ebenfalls in den USA erfolgte im Juni eine Anklage gegen Synthes sowie einzelne Mitarbeiter, unter anderem wegen der unzulässigen Vermarktung des Knochenfüllmittels Norian ausserhalb des zugelassenen Indikationsbereichs. Zur so genannten Off-Label-Verwendung erklärte Wyss, dies sei nichts Aussergewöhnliches. "In Amerika wird jedes Medikament nach ein paar Jahren off-label angewendet. Besonders in der Kardiologie", hiess es.
Während die Ärzte zum Teil sogar wissenschaftliche Studien über die Off-Label-Anwendungen veröffentlichten, dürften Unternehmen die Resultate nicht in der Vermarktung verwenden. Diese Vorgehensweise könnte nach Einschätzung des Synthes-VRP auch in Europa immer mehr zunehmen.
Zu den Vorwürfen der US-Bundesstaatsanwaltschaft hiess es, vier Synthes-Mitarbeiter hätten sich für eine sogenannte Misdemeanor, also ein Vergehen, schuldig bekannt, während die Firma Synthes für eine Vielzahl von Misdemeanors, aber auch Felonies, also Straftaten, angeklagt sei. "Wir sind mit diesen Anklagepunkten überhaupt nicht einverstanden und verteidigen uns vehement", sagte Wyss.
Im chinesischen Markt komme Synthes indes gut voran, mit den grössten Wachstumsraten im Konzern. Das Unternehmen baue vor Ort eine Fabrik, aber nicht, um damit den Weltmarkt zu versorgen. "Wir produzieren dort für den chinesischen Markt und ausgesuchte kleinere Länder wie etwa Thailand und Indonesien", betonte der VRP. In den nächsten zehn Jahren dürfte China den europäischen Markt allerdings nicht überholen.
Mit Blick auf seine eigene Zukunft im Unternehmen erklärte Wyss, er wisse noch nicht, wie lange er VRP bleiben werde. Es gebe derzeit keine Notwendigkeit, etwas an der aktuellen Führungsstruktur zu verändern.
cc

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