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PRESSE/Tui-Aufsichtsrat will Frenzel-Einzug weiter verhindern

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2009 - 08:50 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Der Aufsichtsrat des Reisekonzerns Tui stemmt sich einem Pressebericht zufolge auch nach dem Wechsel an seiner Spitze gegen den Einzug von Grossaktionär John Fredriksen in das Kontrollgremium. Die Räte lehnten den Reeder weiter ab, berichtet das "Handelsblatt" (Donnerstag) und beruft sich auf Informationen aus Unternehmenskreisen. "Er ist einfach kein zuverlässiger Partner", heisse es. Dem Blatt zufolge äusserte sich die Tui nicht offiziell dazu.
Da Ende des Jahres der bisherige TUI-Chefaufseher Jürgen Krumnow aus persönlichen Gründen aus dem Gremium ausscheidet, wird ein Platz frei. Damit eröffnet sich für Fredriksen eine neue Chance. Der norwegische Investor hält mehr als 15 Prozent der Tui-Aktien und hat in der Vergangenheit mehrfach vergeblich versucht, in den Aufsichtsrat einzuziehen. Zweimal fiel er bei Abstimmungen auf Tui-Hauptversammlungen durch.
RANGELEI HINTER DEN KULISSEN
Hinter den Kulissen gehe die Rangelei bereits los, schreibt die Zeitung. Ein solches Einfallstor lasse sich Fredriksen nicht entgehen, heisse es von Vertrauten. Sein Gegner, Tui-Chef Michael Frenzel, wolle den Einzug des Norwegers in den Aufsichtsrat verhindern, berichteten Branchenkreise. Frenzel streitet sich seit Monaten mit Fredriksen. Der Grossaktionär wirft dem Tui-Chef Wertvernichtung vor und brüskiert ihn immer wieder mit Plänen seines eigenen Unternehmens. So kündigte er zuletzt an, eine Billigreederei aufzumachen, die in Konkurrenz zu Hapag-Lloyd, einer Beteiligung von Tui, stehen würde.
In Kreisen heisse es nun, Frenzel könnte Fredriksens Anspruch auf einen AR-Sitz mit einem Ausfallmanöver parieren: Sollte der Tui-Chef bis zum Jahresende einen neuen Investor präsentieren, würde der in den Aufsichtsrat einrücken. Ein solcher Affront würde allerdings die Dauerfehde mit Fredriksen anheizen. Frenzel spreche dauernd mit potenziellen Investoren, heisse es dazu in den Unternehmenskreisen, Verhandlungen gebe es aber nicht./stb/tw

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