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Zürich (awp) - Die UBS hat sich bis 2012 einen Vorsteuergewinn von 15 Mrd CHF zum Ziel gesetzt. Zum Zeitpunkt als dieses Ziel formuliert wurde, seien aber weder das neue Basel-III-Regelwerk noch die geplanten noch schärferen Schweizer "Too big to fail"-Regeln bekannt gewesen, erklärte UBS-Konzernchef Oswald Grübel in einem Interview mit dem Magazin "Bilanz".
Eine Anpassung des Ziels dränge sich aber noch nicht auf: "Solange der Regulierungsprozess läuft, ist es zu früh", so Grübel. Man wisse noch nicht, wie sich das internationale Regelwerk entwickeln werden. In den nächsten 12 bis 18 Monaten sollte sich gemäss Grübel der Nebel lichten. "Wenn die neuen Regeln unsere Ziele beeinträchtigen, werden wir Anpassungen vornehmen".
Wie bereits früher angetönt, steht Grübel den CoCo Bonds skeptisch gegenüber. Die UBS habe keine Absicht solche auszugeben und sehe keine Notwendigkeit, dies zu tun. Die UBS wolle die eigene Aktienbasis nicht verwässern. "Ein Aktionär muss gegen CoCos sein, weil seine Anteile im Ernstfall verwässert werden, ohne dass darüber abgestimmt wird", begründet Grübel seine Zurückhaltung.
Zudem seien die CoCos sogar gefährlich und könnten Panik auslösen: Wenn das Eigenkapital einer Bank in die Nähe von sieben Prozent gerate und damit die Umwandlung der CoCos in Aktien bevorstehe, dann würden Hedge Funds die Aktie leer verkaufen und viele Anleger schnellstmöglich aus dem Titel aussteigen. "Der Kurs bricht zusammen, weil alle Angst haben, die CoCos könnten in Aktien umgewandelt werden und damit eine grosse Verwässerung bewirken", so Grübel weiter.
Grübel stellte im Interview klar, dass er hundertprozentig dafür sei, dass die Grossbanken bei Missmanagement nicht mehr durch den Staat gerettet werden müssten. Die Frage sei aber, ob die Eile in der Schweiz sinnvoll sei. Man wisse ja noch gar nicht, ob auch die anderen Finanzplätze ihre Vorschriften verschärfen würden.
"Werden die heutigen Pläne umgesetzt, können wir in vielen Geschäftssparten nicht konkurrieren mit den Amerikanern und den Engländern, die zehn Prozent Eigenkapital halten müssen", mahnt Grübel zur Zurückhaltung. Er wiederholte in diesem Zusammenhang frühere Aussagen, wonach eine Verlagerung von Aktivitäten ins Ausland vor diesem Hintergrund notwendig sein könnte.
Wenn die Schweiz die Grossbanken nicht mehr schütze, würden Amerikaner und Engländer zu Recht sagen: Wir brauchen euer Kapital. Und dies würde für die UBS bedeuten, dass die Struktur geändert und die Auslandtöchter mit Kapital unterlegt werden müssten.
Allerdings bestünden im Moment keine konkreten derartigen Pläne, ergänzte Grübel. Aber diese Anforderungen würden kommen. "Wir müssen sehen, was hier an Gesetzen verabschiedet wird und wie das Ausland damit umgeht. Das Ausland wird uns diktieren, was wir machen müssen. Das wird in der Schweiz noch immer zu wenig verstanden," so Grübel.
Mit Blick auf das enttäuschende Abschneiden der UBS-Investment Bank sagte Grübel: "Meine Erwartungen waren zu hoch. Ich glaubte, dass wir viel schneller zurückkommen könnten." Er habe unterschätzt, wie zerstört das Zinsengeschäft gewesen sei. Eine Erhöhung des Risikos in der Investment Bank werde nur bei sinnvollen Gelegenheiten angestrebt. "Das war in den letzten Monaten nicht der Fall", so Grübel.
Der Jahresstart 2011 sei der Bank gelungen. "Wir haben die Abflüsse gestoppt, jetzt fliesst uns wieder Geld zu," erklärte Grübel weiter.
gab/pf

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