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Zürich (awp) - Die Grossbank UBS AG hat die Grösse des Bonuspools festgelegt und um 10% oder um rund 500 Mio CHF gesenkt. Dabei müssen sich die Mitarbeiter auf hohe gesperrte Anteile einstellen, schreibt die Zeitung "Sonntag" (Ausgabe vom 06.02) mit Verweis auf eigene Recherchen. Letztes Jahr habe die Höhe der gesamthaft ausgeschütteten leistungsabhängigen Lohnkomponenten bei 4,8 Mrd CHF gelegen.
Ein Grund, warum die UBS die Boni senken könne, sei die Erhöhung der Fixlöhne im vergangenen Jahr. Die UBS habe es ihren Konkurrenten gleichgetan und die Grundlöhne um 10 bis 20% erhöht. Pro Mitarbeiter zahle die UBS somit einen durchschnittlichen Bonus von 66'150 CHF aus, errechnet die Zeitung. Doch die Bonusschwankungen innerhalb der Belegschaft seien riesig.
So dürften manche Mitarbeiter gar keine variable Vergütung bekommen, da ihre Leistungen schlecht beurteilt würden. Gemäss Informationen der "NZZ am Sonntag" müssen nach einer Umstellung des Beurteilungssystems bei der UBS zwischen 20 und 35% der Mitarbeiter zwingend schlechte Noten erhalten. 15 bis 25% der Mitarbeiter sollen demnach mit "verbesserungsbedürftig" eingestuft und 5 bis 10% mit "ungenügend" bewertet werden.
Der Bonus setzt sich den Angaben zufolge aus Cash- und Aktien-Anteilen zusammen und sei teilweise jahrelang gesperrt. Im Allgemeinen bekämen Mitarbeiter auf einer tiefen Hierarchiestufe einen hohen Cash-Anteil, der sofort verfügbar sei.
Der aufgeschobene oder gesperrte Anteil des Bonuspools habe zudem einen Einfluss auf die Jahresrechnung. Wenn die UBS den Bonus Anfang März an die Mitarbeiter verteile, werde nicht der gesamte Bonustopf von 4,3 Mrd CHF auf einmal geleert.
Denn die Finanzmarktaufsicht (Finma) verlange im neuen Vergütungsreglement, dass ein "bedeutender Teil" einbehalten werde. Weil dieser Anteil nicht sofort zur Auszahlung komme, werde er nicht der Jahresrechnung 2010 belastet. Die Höhe dieses Anteils sei indes unbekannt.
Weitere Details zum neuen Vergütungsreglement werde die UBS morgigen Dienstag bekanntgeben, wenn sie die Geschäftszahlen veröffentlicht.
ra

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