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LONDON (awp international) - Autos des VW-Konzerns könnten schon bald von den Bändern des russischen Autobauers Gaz laufen. Gaz erwarte die Unterzeichnung eines entsprechenden Vertrags noch im Verlauf dieser Woche, schreibt die "Financial Times" (FT/Montag) unter Berufung auf einen hochrangigen GAZ-Manager. Die Zeit für einen Vertragsabschluss drängt. Die russische Regierung hat Gaz eine Frist bis Ende Februar gesetzt. Dann will sie darüber informiert werden, mit wem Gaz zusammenarbeite, um den lokalen Anteil an der örtlichen Fahrzeugproduktion zu erhöhen. "Der Vertrag muss bis zum Monatsende unterzeichnet werden", erklärte Siegfried Wolf, Chef des Gaz-Eigners Russian Machines, im Gespräch mit der Zeitung.
Wolf wollte sich nicht dazu äussern, ob es zu einer Einigung zwischen den beiden Unternehmen gekommen sei. Volkswagen hatte im Herbst angekündigt, mit dem russischen Autobauer über die Montage von bis zu 150.000 Wagen im Jahr im Gaz-Werk in der Wolga-Stadt Nischni Nowgorod zu verhandeln. Dabei gehe es um Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge der Kernmarke VW sowie Wagen der tschechischen Konzerntochter Skoda. Die eigenen Kapazitäten im russischen VW-Werk in Kaluga reichten mittelfristig nicht aus, um den Markt zu bedienen. Der russische Markt hatte sich während der weltweiten Wirtschaftskrise halbiert, zeigt jetzt aber deutliche Zeichen der Erholung.
Schon am Freitag gab es Medienberichte, die Verhandlungen zwischen Gaz und VW seien fortgeschritten. Volkswagen wollte sich dazu offiziell nicht äussern. Gaz arbeitet auch mit dem Stuttgarter Hersteller Daimler bei der Fertigung des Transporters Sprinter zusammen. Zudem ist die GM-Marke Chevrolet Partner von Gaz. Der Hersteller gehört zum Imperium des russischen Oligarchen Oleg Deripaska.
Die russische Autoindustrie gilt als veraltet. Deshalb forciert die Regierung Partnerschaften zwischen einheimischen und ausländischen Herstellern und hofft dabei auf einen Know-how-Transfer. In diesem Zusammenhang kann auch die gescheiterte Opel-Übernahme von Magna zusammen mit russischen Partnern gesehen werden. Wolf war damals noch Magna-Manager und federführend bei den Verhandlungen./dct/enl/wiz

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