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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom vergangenen Wochenende:
UBS: Im Vorfeld der Quartalsresultate (Dienstag) und der Generalversammlung (Donnerstag) steht auch die Grossbank wieder im medialen Interesse. Die "NZZ am Sonntag" etwa schreibt, dass die jüngste Häufung der Abgänge im Investmentbanking (IB) auffällig sei. So hätten in den vergangenen beiden Monaten vier Topmanager auf dem direkten Umfeld von IB-Chef Carsten Kengeter die Bank verlassen. Weitere Führungskräfte aus tieferen Hierarchiestufen hätten ebenfalls das Weite gesucht. Kengeter habe sich sogar gezwungen gesehen, das Thema in einem internen Memo anzusprechen. In diesem Memo sage Kengeter auch, dass sich die Bank vermehrt auf das Geschäft mit Aktien, Derivaten und Währungen konzentrieren wolle. Der Handel mit festverzinslichen Anlagen dagegen, bei dem die UBS noch im Dezember viel Potential gesehen habe bzw. den Aufstieg in die Top-5-Gruppe angestrebt habe, sei mit keinen Wort erwähnt worden. "Wir erwarten, dass die UBS ihre Fixed-Income-Abteilung bald restrukturieren wird", zitiert das Blatt denn auch einen Banken-Analysten von JP Morgan. Diesem Umbau müsste mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Korrektur der Gewinnziele folgen, folgert die Zeitung daraus. Die Branche kommentiere die Beharrlichkeit bei den Gewinnzielen (15 Mrd CHF Gewinn vor Steuern bis 2015) inzwischen mit sanftem Spott. Es rechne wohl niemand damit, dass die Zahlen erreicht werden können, so der ZKB-Bankenanalyst zum Sonntags-Blatt (NZZaS p. 27).
STEUERSTREIT: Der Prozess gegen den Credit-Suisse-Banker Christos Bagios steht laut "NZZ am Sonntag" vor einem überraschend schnellen Abschluss. Die amerikanische Staatsanwaltschaft habe in Aussicht gestellt, ihre strafrechtliche Klage gegen Bagios wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bis zum 12. Mai fallenzulassen. Dies gehe aus einem Schreiben des Bezirksgerichtes in Fort Lauderdale hervor, so das Blatt. Der frühere UBS-Mitarbeiter Bagios war im Januar in New York verhaftet worden. Da die CS sich nicht zum Prozess gegen Bagios äussern möchte, bleibe unklar, ob hinter den Kulissen ein Vergleich erzielt worden sei, heisst es weiter im Artikel. (NZZaS, p. 29)
BALOISE: Die Stimmrechtsbeschränkung auf 2% dürfte beim Versicherer vorerst nicht fallen. Der abtretende VR-Präsident Rolf Schäuble antwortet jedenfalls ausweichend auf eine entsprechende Frage. "Es gibt ungemein grössere Unternehmen, die eine solche Limitierung kennen", sagte er der "SonntagsZeitung". Bei diesen sei die Frage von grösserer Dringlichkeit. "Wir haben die Stimmrechtsbeschränkung primär zum Schutze der kleinen Anleger gegenüber einem Investor, der gross einsteigen will." Den Zeitpunkt seiner Rücktritts (auf die GV von nächster Woche) nennt er "richtig - Baloise ist gut aufgestellt und auf Kurs". Nicht nur Beobachter, auch die Konzernleitung und der Verwaltungsrat hätten nichts geahnt. - Der jüngst erfolgte Abgang von Schweiz-Chef Olaf Noack beunruhigt Schäuble nicht. Noack und die Baloise hätten sich nach zwei Jahren "ohne böses Blut" getrennt. "Von Barclays London kommend, ist er mit unserer Unternehmenskultur nicht warm geworden, während wir stolz auf unsere kulturelle Identität sind", so Schäuble. - Sein Abschied sei auch für CEO Martin Strobel "gut, dem ich den Rücken frei gehalten habe. Nun kann er aus meinem Schatten treten und sich voll entfalten." Es komme auch "mehr Verantwortung auf ihn zu, da die Rolle meines Nachfolgers Andreas Burckhardt eine andere sein wird und muss." Er habe ja sieben Jahre den Konzern im Doppelmandat geleitet. Unter Strobels operativer Führung habe sich der Konzern gut weiterentwickelt, mit dem Programm "Baloise 2012" werde er einen Meilenstein erreichen und die Ertragskraft um 200 Mio CHF steigern. "Zeitlich sind wir damit leicht über Plan unterwegs", so Schäuble (SoZ, p. 52, dazu auch NZZaS p. 31 "Ein 'Revoluzzer' kommandiert neu die Baloise")
RAIFFEISEN: Die Bankengruppe hat sich bezüglich Hypothekarvergabe laut ihrem Chef Pierin Vincenz nicht verkalkuliert. "Es ist oft so, dass diejenigen kritisiert werden, die Erfolg haben. Raiffeisen hat sich aber bei der Hypothekarvergabe nicht übernommen", sagte er der "SonntagsZeitung". Je mehr von einer Krise gesprochen werde, umso weniger treffe sie ein, meint er auf die Frage, ob Finma und Nationalbank unnötige Hysterie verbreiten würden. "Daher denke ich, dass die Situation im Schweizer Immobilienmarkt teilweise zu stark dramatisiert wird." Das Wachstum hält laut Vincenz an: "Wir profitieren vor allem von den beiden Grossbanken. Diese vergeben kaum noch Hypotheken, weil die Renditen für sie uninteressant sind." - "Langfristig sehen wir aber erstmals, dass sich die Nachfrage nach Hypotheken abkühlt. So stagniere die Zahl der gesprochenen Kredite, die noch nicht ausbezahlt worden seien. Die Konkurrenz der Postfinance spürt Raiffeisen laut Vincenz mehr bei den Sparkonten als bei den Hypotheken. "Bei den Zinsen, die Postfinance vergibt, können wir nicht mithalten", sagte er. (SoZ, p. 54).
ATOMDEBATTE: Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) ist nun doch für einen Atomausstieg. "Aber es braucht Zeit, vielleicht 30 Jahre", sagt der Bundesrat in einem Interview. Für economiesuisse-Präsident Gerold Bührer hingegen ist ein Ausstieg aus der Kernenergie nicht realisierbar. Die Fortschritte bei den alternativen Energien seien gross, und sie würden weitergehen, sagte Schneider-Ammann gegenüber der "SonntagsZeitung". "Es sind Technologien in Entwicklung, die auch grossindustriell genutzt werden und damit den Atomstrom ersetzen können." Für Unternehmen und damit auch für das Land sei es eine Chance, einzusteigen. Gerold Bührer, der Präsident des Wirtschafts-Dachverbandes economiesuisse, ist in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" anderer Meinung als sein Parteikollege Schneider-Ammann. Ein Ausstieg aus der Atomenergie sei "für Jahrzehnte schlicht nicht realisierbar". "Wir müssen so lange an der Kernenergie festhalten, bis Alternativen im ausreichenden Mass vorhanden sind." (SoZ p.2/p.49; siehe separate Meldung;
HOLCIM: Konzernchef Markus Akermann erklärt in der "NZZ am Sonntag", warum er Milliarden einsetzt, um weniger Kohle zu verbrennen, und weshalb der Baustoffkonzern drei Viertel seiner Kapazitäten in Schwellenländern aufgebaut hat. (NZZaS p. 33)
uh

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