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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
GROSSBANKEN: Bundesrat Johann Schneider-Ammann verteidigt die geplanten strengeren Regulierungen für die Grossbanken. Die Grossbanken seien auch eine Chance für die Schweiz, sagte Schneider-Ammann in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Voraussetzung dafür sei aber, dass sie korrekt funktionieren. Beide Banken (UBS und Credit Suisse, Anm. d. Redaktion) seien daran, ihre Hausaufgaben zu machen. "Die Too-big-to-fail-Problematik muss gelöst werden. Ich unterstütze die Forderung nach einer relativ hohen Eigenkapitaldecke für die Grossbanken über die Vorschriften von Basel III hinaus." Dies werde den Finanzinstituten auch helfen, denn Sicherheit dank einer hohen Eigenfinanzierung sei ein Konkurrenzvorteil. (Finanz und Wirtschaft, S. 17)
CREDIT SUISSE: Die deutschen Steuerbehörden sollen einem Credit Suisse-Mitarbeiter 2,5 Mio EUR bezahlt haben, damit er ihnen Geschäftsgeheimnisse und Kundendaten verrate. Den Deal eingefädelt hätten Steuerfahnder aus Wuppertal, schreibt der "TagesAnzeiger" in seiner Ausgabe vom Samstag. Das dortige Finanzamt für Strafsachen und Steuerfahndung habe Erfahrung mit schwierigen Fällen wie kein anderes und gelte als wenig zimperlich bei der Informationsbeschaffung. (TagesAnzeiger, S. 49)
WEGELIN: Ein Direktor der St. Galler Bank Wegelin ist in den USA wegen versuchter Geldwäscherei festgenommen werden. Der Kundenberater arbeitet heute nicht mehr für die älteste Privatbank der Schweiz. Diese "bedauert" den Vorfall und arbeitet ihn gegenwärtig zusammen mit der Finanzmarktaufsicht (Finma) auf. Albena Bjoerck, Pressesprecherin bei Wegelin, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht in der "SonntagsZeitung". Demnach wurde der 41-jährige Kundenberater im Oktober 2010 in Miami vom FBI, als er auf der Reise nach Nassau auf den Bahamas zu einem Kongress war, in eine Falle gelockt und festgenommen. (SonntagsZeitung p. 52)
GEBERIT: Dem Verwaltungsrat des Sanitärkonzerns erwächst Widerstand gegen das vorgeschlagene Doppelmandat von Konzernchef Albert Baehny. Der Anlagefonds Saraselect schlägt den Kaba-Konzernchef Rudolf Weber zur Wahl in den Verwaltungsrat vor, schreibt die "Finanz und Wirtschaft" mit Verweis auf das entsprechende Traktandierungsbegehren. Im Schreiben der Saraselect an Geberit Noch-VRP Günter Kelm heisse es zudem, dass Weber die Fähigkeiten mit sich bringe, allenfalls das Präsidium des Verwaltungsrates zu übernehmen, berichtet die "SonntagsZeitung", welcher das Schreiben vorliegt. (Finanz und Wirtschaft S. 3, SonntagsZeitung S. 54, siehe separate Meldung)
AFG: Die Privatbezüge von AFG-Konzernchef Edgar Oehler werden zu einem Thema für die Börse. Die Zeitung "Sonntag" will erfahren haben, dass die SIX Swiss Exchange eine Voruntersuchung wegen möglicher Verletzung der Börsenvorschriften gegen AFG gestartet hat. Die Börse kläre ab, ob das Unternehmen gegen die Corporate Governance Richtlinie verstossen habe. Gemäss dieser müssen im Geschäftsbericht Mechanik und Anreize, die dem Kompensationsschema zugrunde liegen, deklariert werden. Im Zentrum der Abklärungen stehen die bisher im Geschäftsbericht nicht veröffentlichten privaten Bezüge von VRP und CEO Oehler. (Sonntag, S. 30)
GATEGROUP: Die dänischen Behörden haben eine Untersuchung gegen die frühere Nordeuropa-Chefin der Gategroup eingeleitet. Der 43-jährigen Amanda Jacobsen wird Betrug, Veruntreuung und Urkundenfälschung in Höhe von 140 Mio dKr (rund 24,2 Mio CHF) vorgeworfen. Die für Wirtschaftskriminalität zuständigen Behörde sei aktiv geworden, nachdem der Rechtsanwalt der Gategroup Klage eingereicht habe, schreibt die NZZ in ihrer Samstagsausgabe mit Verweis auf einen Artikel der dänischen Zeitung "Ekstra Bladet". Der Betrugsfall wurde von der Gategroup vor kurzem publik gemacht, ohne allerdings konkrete Namen zu nennen. (NZZ, S. 35)
ABB, COOP: Die Migros E-Mobil-Tochter M-Way, der Carsharing-Betreiber Mobility und die SBB haben für eine Zusammenarbeit im Bereich Elektrofahrzeuge die deutsche Siemens als Partner gewählt. Sie wollen gemeinsam an Schweizer Bahnhöfen vorerst 20 Elektrofahrzeuge anbieten. Zu den Verlierern würden dabei ABB und Coop gehören, heisst es in einem Bericht der "SonntagsZeitung". ABB habe für den Bereich Turbolader-Batterien und Ladestationen bereits mit diversen Partnern Gespräche geführt, darunter Migros, Coop, Axpo und Alpiq. Bisher allerdings ohne konkrete Ergebnisse. Migros habe sich nun quasi über Nacht für Siemens als Technologiepartner entschieden. Ohne Partner stehe zudem vorläufig auch Coop da. (SonntagsZeitung, S. 53)
SWISSMETAL: Swissmetal hat eine Klage gegen die Gewerkschaft Unia wegen der Streiks von 2006 in Reconvilier zurückgezogen. Die Klage sei stillschweigend fallen gelassen worden, schreibt die Zeitung "Sonntag", welche sich dabei auf eigene Recherchen beruft. Nachdem Swissmetal das Verfahren beinahe fünf Jahre nicht vorangetrieben habe, sei das Aussöhnungsverfahren und damit auch die Klage gegen Unia zurückgezogen worden. Dies habe die Behörde in einem Brief an die Streitparteien mitgeteilt. (Sonntag, S. 30)
SBB: Die SBB will den Frauenanteil erhöhen. Künftig sollen 18% der Belegschaft aus Frauen bestehen - gegenüber 14,5% heute. Dies bedeutet, dass die Staatsbahnen ihren Frauenanteil von heute rund 4'000 auf 5'000 erhöhen wollen. Beim Kader wird eine Frauenquote von 15% angestrebt. Dies haben die SBB-Konzernleitung und der SBB-Verwaltungsrat beschlossen, berichtet die Zeitung "Sonntag". SBB-Sprecher Roman Marti bestätigte die Meldung gegenüber der SDA. (Sonntag S. 29, siehe separate Meldung)
SNB: Die SVP will die Autonomie der Nationalbank ein schränken. Diese Woche wolle die SVP eine Motion einreichen, welche "disziplinierende Aufsichtsregeln" und damit die Unterstellung der SNB unter Bundesrat und Parlament fordere, schreibt die "SonntagsZeitung". Christoph Blocher schlage vor, bei allen Entscheidungen, welche nicht den Kernauftrag der Preisstabilität betreffen, die SNB dem Bundesrat oder gar dem Parlament zu unterstellen. (SonntagsZeitung, S. 7)
BLOCKIERTE DIKTATORENGELDER: Die Schweizer Banken wehren sich gegen den Vorwurf unsorgfältiger Geschäfte mit arabischen Potentaten. Die sofortige Blockade der Gelder der gestützten Machthaber von Tunesien und Ägypten sowie des von Rebellen bedrängten libyschen Gaddafi-Clans zeigten, dass der Finanzplatz "sauber" sei. Obwohl der Bundesrat die Gelder durch Notrecht blockierte, funktioniert das Geldwäschereigesetz, wie Claude-Alain Margelisch, Geschäftsführer der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), der "NZZ am Sonntag" sagte. Die Schweiz habe sogar schneller gehandelt als die EU oder die UNO. (NZZaS, S. 29, siehe separate Meldung)
gab/cf/uh

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