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PRESSESCHAU vom Wochenende 17 (01./02. Mai)

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 08:35 publiziert

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
UBS: Die Grossbank wird am Dienstag die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2010 präsentieren. Der ausgewiesene Reingewinn soll dabei zwischen 2,2 und 2,5 Mrd CHF betragen und damit deutlich über dem Analystenkonsens von 2,0 Mrd CHF liegen. Dies berichtet die "SonntagsZeitung". Hauptverantwortlich für dieses gute Ergebnis sei das Investment Banking, so die Zeitung weiter. Überraschend werde zudem sein, dass Schweizer Firmenkunden wieder mehr Geld zur Bank bringen würden, als sie wieder abziehen. (SoZ, S. 54/55)
OC Oerlikon: Mit dem tief in den roten Zahlen steckenden Industriekonzern geht es laut dem Verwaltungsratspräsidenten und Renova-Vertreter Vladimir Kuznetsov wieder aufwärts. Vor allem im Textilgeschäft spüre OC Oerlikon den Aufschwung, sagte er gegenüber der "NZZ am Sonntag". Die Textilindustrie habe als frühzyklische Branche als eine der ersten enorm gelitten. Doch die Markterholung habe an Schwung gewonnen und sich stabilisiert. "Wir wachsen klar", sagte Kuznetsov im Interview weiter. Im weltweiten Textilmarkt sei OC Oerlikon Marktführer, in den Teilmärkten stehe man auf der ersten oder zweiten Position. (NZZaS, S. 28; siehe sep. Meldung)
Orange/Sunrise: Damit sich die beiden Telekom-Unternehmen Orange und Sunrise doch noch zusammenschliessen könnten, müssten sie ein neues Gesuch einreichen, ist ComCom-Chef Marc Furrer überzeugt. Eine Beschwerde gegen das Fusions-Verbot dauere zu lange. Orange und Sunrise wollten die Fusion noch in diesem Jahr über die Bühne bringe, erklärte der Chef der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom) im Interview mit der "SonntagsZeitung". Deshalb sei eine Beschwerde nicht zielführend. Marc Furrer sieht Cablecom als Lösung, um mehr Wettbewerb im Schweizer Mobilfunk herzustellen - der Kabelnetzbetreiber führe Gespräche mit Orange und Swisscom. "Wenn es einen Handyanbieter ohne Netz zu kontrollierten Konditionen gibt, gibt es mehr Wettbewerb." (SoZ, S. 51; siehe sep. Meldung)
Meyer Burger: Für Peter Pauli, Chef des grössten Schweizer Solarkonzerns, betreibt die Schweiz zuwenig Förderung im Bereich erneuerbarer Energien. "Man hat in der Schweiz sehr viel Gutes entwickelt, es aber nicht umgesetzt", so Pauli gegenüber der Zeitung "Sonntag". So komme z.B. die Solarenergie von hier, jedoch sei sie in anderen Länder aufgrund gezielter Förderung weiter verbreitet. Nach dem Umsatzrückgang des letzten Jahres gehe es aber nun mit Meyer Burger aufwärts, ist Pauli überzeugt: "Ein jährliches Wachstum von gut 30% sollte eigentlich in den nächsten Jahren drinliegen". Jedoch ist er nicht sicher, ob dies bereits dieses Jahr drin liege. Zudem werde Meyer Burger in den nächsten zwei bis drei Jahren die Milliardenschwelle überschreiten. (Sonntag, S. 26)
Vontobel/Bachmann: Gegen den früheren Vontobel-Star Hans-Peter Bachmann hat Erwin Conradi, ehemaliger Metro-Manager, Anzeige wegen Betrugs, Veruntreuung und Urkundenfälschung eingereicht. Dies berichtet die "SonntagsZeitung". Die Zürcher Staatsanwaltschaft habe gegenüber der "SoZ" den Eingang der Anzeige bestätigt, wollte sich jedoch zum Inhalt nicht äussern. Auch Bachmann selbst kenne den Inhalt der Strafanzeige nicht, sei jedoch "völlig relaxt", was das Verfahren betreffe, so die Zeitung weiter. (SoZ, S. 56)
CH/Ethos: Der Direktor der kritischen Anlagestiftung Ethos, Dominique Biedermann, fordert mehr Rechte für die Aktionäre. Deshalb soll ein schriftliches Konsultationsverfahren zur Vergütungspolitik eingeführt werden, wo sich Aktionäre über die Salärpolitik der Unternehmen äussern können. Dies erklärte Biedermann in einem Interview mit der Zeitung "Sonntag". "Alle Aktionäre sollen sich dazu äussern dürfen, was sie am heutigen Vergütungssystem stört und was sie von einem neuen System erwartet", so Biedermann. Ein solches System hätte bestimmt auch die Credit Suisse zu einer vernünftigen Lohnpolitik bewegt. Im Interview sprach sich Biedermann auch für einen Wechsel im Vergütungsausschuss der Credit Suisse aus, vor allem nachdem Aziz Syriani nur 67% der Stimmen für die Wiederwahl an der letzten GV gewonnen hatte. ein geeigneter Kandidat sei Peter Brabeck, welcher gleichzeitig Vizepräsident der Credit Suisse sei und nicht auch dem Finanzmilieu stamme. (Sonntag, S. 23)
CH/SNB: Die Bemühungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Schweizer Franken gegenüber dem Euro nicht zu sehr an Wert gewinnen zu lassen, gehen weiter. Nachdem die Nationalbank bereits im ersten Quartal diesen Jahres durch zukauf von Euros den Wechselkurs stabilisierte, wurde die SNB im Zuge der Verschärfung der Griechenlandkrise wieder aktiv. Wie die "NZZ am Sonntag" unter Berufung auf gut unterrichtete Bankenkreise verkündet, habe die SNB alleine im April für 14 Mrd CHF Euros am Markt zugekauft. Damit habe sich der Euro-Bestand der SNB innerhalb von zwei Jahren von 21,9 Mrd CHF auf 80,5 Mrd CHF vervierfacht. (NZZaS, S. 25)
CH/Lohnverteilung: Der Direktor für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft, Serge Gaillard, hat die Lohnsituation gelobt: "Wir haben in der Schweiz eine relativ ausgeglichene Verteilung der Löhne", sagte er in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Insgesamt seien die Lohnunterschiede nicht grösser geworden. "Die tieferen Löhne haben sich sogar den mittleren angenähert", sagte der frühere Sekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Er teilte aber die Kritik der Teilnehmer der 1.-Mai.-Kundgebungen vom Samstag an Millionen-Boni und -Salären. Zugleich wandte sich Gaillard gegen einen gesetzlichen Mindestlohn. Die Gewerkschaften haben kürzlich eine Initiative für einen solchen von 22 CHF pro Stunde angekündigt. Dies entspricht bei einer 40-Stunden-Woche einem Monatslohn von 3800 CHF. (NZZaS, S. ; siehe sep. Meldung)
CH/Rauchverbot: Der Präsident des Branchenverbandes GastroSuisse steht hinter dem Rauchverbot, das seit dem 1. Mai schweizweit gilt. Klaus Künzli befürchtet aber, dass es zu strengeren Regeln kommt: Es werde "sehr schwierig" sein, ein Nein zur Volksinitiative der Lungenliga durchzubringen. "Wir akzeptieren das Bundesgesetz", sagte Künzli, selbst Nichtraucher, in einem Interview mit dem "SonntagsBlick". Strengere Regeln, wie sie in einigen Kantonen bereits gelten oder sie die Lungenliga fordere, wolle sein Verband jedoch nicht. Das Bundesgesetz erlaubt bediente Fumoirs und kleine Raucherbeizen. GastroSuisse lehnt aber auch die Volksinitiative "Für ein liberales Rauchergesetz" ab. Diese will erreichen, dass jeder Wirt selber entscheiden kann, ob in seinem Lokal geraucht wird. "Das ist chancenlos", sagte Künzli. (SonntagsBlick; siehe sep. Meldung)
CH/Strompreise: Die Stromproduzenten haben für 2011 neue Preiserhöhungen von bis zu 10% angekündigt. Bei Industrie und Gewerbe, welche bereits 2009 mit einer Preiserhöhung von 10% konfrontiert waren, stösst diese Ankündigung sauer auf. Dabei werde den Strombaronen Gewinnmaximierung vorgeworfen, welche mit bereits abgeschriebenen Stromnetzen und Kraftwerken Opportunitätsgewinne erzielten. Dies berichtet die "SonntagsZeitung". Der Gewerbeverband und die IG Strom fordern nun Firmen auf, sich einzeln oder in einem Verbund an einem Stromproduzenten zu beteiligen oder sogar selbst Strom zu produzieren. Damit sollen längerfristig stabile Strompreise erzwungen werden, indem Druck auf die Produzenten aufgebaut werde. (SoZ, S. 56)
CH/EDA: Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ermuntert ältere Diplomaten zur Frühpensionierung. Das Personalbudget hat im letzten Jahr ein Millionen-Loch in die Kasse gerissen. Um ein noch grösseres Defizit zu verhindern, muss das EDA sparen. In einem Brief an alle EDA-Mitarbeitenden informiert das Departement über die Finanzprobleme. Diese Massnahmen richten sich in erster Linie auf die Personalkosten, die im EDA einen bedeutenden Budgetposten ausmachen, wie EDA-Personalchef Thomas Karlen im Interview mit der "NZZ am Sonntag" erklärt. Dies im Gegensatz zu anderen Departementen, wo vor allem hohe Sachausgaben zu Buche schlagen. Personalausgaben seien weniger flexibel als Sachausgaben, sagt Karlen. Deshalb würden die durch das Parlament beschlossenen Budgetkürzungen beim EDA überdurchschnittlich ins Gewicht fallen. (NZZaS, S. ; siehe sep. Meldung)
dl/ra

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