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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
Givaudan: Der Duftstoffhersteller hält trotz Euro-Schwäche am EBITDA-Margenziel von 22,7% fest. "Wir sind ziemlich immun gegen Währungsschwankungen. Unsere Kosten und der Umsatz sind natürlich abgesichert. An der Zielgrösse halten wir fest", sagte CEO Gilles Andrier im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Zudem sieht der Givaudan-Chef derzeit keine Anzeichen, dass der Konsum zurückgehen könnte. Seit der Finanzkrise habe sich der US-Detailhandel stabilisiert. "Das Niveau von vor der Rezession erreicht er aber noch längst nicht, und die Arbeitslosigkeit in den USA und Westeuropa bleibt hoch", sagte Andrier. (FuW, S. 13/15; siehe sep. Meldung)
SIX-Gruppe: Die Europabörse Euronext gelüste es nach einer Expansion, weshalb sie Interesse an einem Anschluss der Schweizer Börse haben könnte. Dies berichtete die britische "Financial News". Der Geschäftsleiter der SIX-Group, Urs Rüegsegger, winkt jedoch im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" ab: "Nein, wir halten nicht nach Übernahme-Offerten Ausschau. Unser Unternehmen ist in festem Besitz von rund 160 Banken, die mit einem Aktionärsbindungsvertrag untereinander gebunden sind". Statt die Übernahme durch einen "Grossen", welche Rüegsegger momentan nicht für opportun hält, würden sich in einzelnen Geschäftsfeldern durchaus Kooperationen anbieten. Vor allem würden sich dadurch die hohen Kosten zur Weiterentwicklung der Systemplattformen teilen lassen. (FuW, S. 1/12)
Julius Bär: Nach der Veröffentlichung guter Halbjahreszahlen blickt die Bank positiv auf das zweite Halbjahr. "Wir gehen topmotiviert in die zweite Jahreshälfte", erklärte CEO Boris Collardi im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Eine mögliche Übernahme des Deutschen Institutes BHF wollte Collardi nicht kommentieren. "Deutschland bildet aber zusammen mit Italien den Kern unseres Europageschäfts. Wir streben an, in Deutschland mittelfristig profitabel zu werden, und wollen auch die kritische Grösse - über Akquisitionen oder organisch - erreichen", so Collardi weiter. (FuW, S. 19)
Otto's: An der Spitze der Discount-Kette Otto's kommt es zur Stabübergabe: Firmengründer Otto Ineichen übergibt das Verwaltungspräsidium an seinen Sohn und tritt aus dem Verwaltungsrat zurück. Sohn Mark Ineichen ist heute bereits Firmenchef. Mark Ineichen übernehme wie geplant auch die strategische Führung und damit die Gesamtverantwortung für das Unternehmen, bestätigte Otto Ineichen am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA eine Meldung der Onlineseite der Zeitung "Sonntag". Der Wechsel habe in dieser Woche stattgefunden, sagte Ineichen. "Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt." Das operative Tagesgeschäft hatte Mark Ineichen bereits im Jahr 2000 von seinem Vater übernommen. (Sonntag; siehe sep. Meldung)
CH/Krankenkassen: Immer mehr Menschen zahlen ihre Krankenkassen-Prämien nicht: Im Jahr 2009 fehlten den Krankenkassen rund 762 Mio CHF Prämien - ein neuer Rekord, wie Santésuisse-Sprecher Paul Rhyn einen Bericht der "SonntagsZeitung" bestätigte. Im Jahr 2008 betrug der Fehlbetrag gemäss Angaben von Santésuisse rund 718 Mio CHF. Die Angaben basierten auf dem "verfügbaren Datenmaterial", sagte Rhyn. Es sei schwierig, Gründe für die schlechte Zahlungsmoral zu eruieren. Rhyn verweist aber auf die schlechte Wirtschaftslage im vergangenen Jahr: Die Leute hätten das Geld offenbar anderweitig eingesetzt. Dies, obwohl sozial Benachteiligte in der ganzen Schweiz Prämienverbilligungen erhielten. Momentan laufen gegen 400'000 Personen Betreibungen, hielt der Santésuisse-Sprecher fest. Eine Betreibung wirkt sich auf die Gesundheitsversorgung der Betroffenen aus: Dann trete nämlich ein Leistungsaufschub in Kraft, erklärte Rhyn. (SoZ, S. 6; siehe sep. Meldung)
CH/Arbeitgeberverband: Nach den mehrheitlich positiven Halbjahreszahlen Schweizer Unternehmen warnt der Arbeitgeberverband vor Lohnforderungen für 2011. Bereits hatten Gewerkschaften Forderungen von 2% bis 3% mehr Lohn angekündigt. "Diese Forderung ist überrissen. Eine solche Lohnerhöhung würde sich negativ auf die Beschäftigung auswirken", erklärte Thomas Daum, Arbeitgeberdirektor, im Interview mit der Zeitung "Sonntag". Weiterhin setzte sich Daum im Interview für eine Annahme der Revision der Arbeitslosenversicherung ein: "Die ALV leidet heute unter einem strukturellen Defizit von jährlich rund 1 Mrd CHF. Dieses will die Vorlage mit Einsparungen von 622 Mio CHF und höheren Abgaben von 646 Mio CHF korrigieren:" Im Falle der AHV sieht Daum eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters auf 67 als angezeigt, wenn das Leistungsniveau trotz zunehmender Alterung gehalten werden soll. (Sonntag, S. 18; siehe sep. Meldung)
CH/Käsemarkt: Schweizer Käser bekommen die Schwäche des Euro zu spüren. Im vergangenen April waren ihre Exporte in die Europäische Union um 10% oder 449 Tonnen tiefer als im Vorjahr, wie der Präsident der Branchenorganisation Fromarte sagte. Die Exporte in Länder ausserhalb Europas stiegen um 6,8%, wie Fromarte-Präsident René Kolly im am Samstag veröffentlichten Interview mit dem "Schweizer Bauer" darlegte. Insgesamt schrumpfte der Export im Vergleich zum April 2009 um 401 Tonnen oder 8,1% auf 4'554 Tonnen. Zurzeit liege viel Käse in den Kellern. Zusammen mit der Branche müssten nun Lösungen gegen die Euroschwäche gesucht werden, sagte Kolly. Eine Mengeneinschränkung - diese Massnahme habe die Sortenorganisation Emmentaler ergriffen - bringe langfristig nichts. "Vielleicht könnte man den Milchpreis senken", sagte Kolly. (Schweizer Bauer; siehe sep. Meldung)
CH/Preisüberwacher: Aus Sicht von Preisüberwacher Stefan Meierhans sollte die Schweiz bei den Medikamentenpreisen mittelfristig zum System von Festpreisen übergehen. Damit könnte laut Meierhans "ein hoher dreistelliger Millionenbetrag" eingespart werden. Im Gegensatz zu heute hätte beim Festpreis-Modell nicht mehr jedes einzelne Medikament einen Preis. Neu würde nur noch der Maximalbetrag pro Wirkstoff festgelegt werden, der von den Krankenkassen vergütet werden muss, schlägt Preisüberwacher Stefan Meierhans in einem Interview mit der "Zentralschweiz am Sonntag" vor. Das Modell orientiert sich an Erfahrungen in Deutschland. Dabei werde der Festpreis Jahr für Jahr aufgrund der am Markt beobachteten Preise neu festgelegt. So ergebe sich "insgesamt eine Art Spirale nach unten": Die Preise würden sinken, bis ein fairer Mindestpreis erreicht sei, ist Meierhans überzeugt. (Zentralschweiz am Sonntag; siehe sep. Meldung)
CH/US-Botschafter: Die USA würden keine weiteren Untersuchungen gegen Schweizer Banken führen, sagte Donald Beyer, US-Botschafter in der Schweiz, am Samstag. Washington anerkenne die Bestrebungen der Schweiz, sich von "ihrer Vergangenheit als Steuerparadies" zu verabschieden. Nach seinem Wissensstand würden derzeit keine Untersuchungen gegen Schweizer Banken erwogen, sagte Beyer in einem Interview der Westschweizer Tageszeitung "Le Temps". Damit würdigten die USA die Aufrichtigkeit, welche die Schweiz bei der Unterzeichnung des Vertrags über die Herausgabe von UBS-Kundendaten gezeigt habe. (Le Temps; siehe sep. Meldung)
CH/EU: Für den polnischen Botschafter in Bern sind die Beiträge an die neuen EU-Mitglieder zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung nach wie vor berechtigt. Auch für die Schweiz gebe es gute Gründe, einen weiteren Kohäsionsbeitrag zu leisten. Die Schweiz müsse sich selbst fragen, ob die Gründe, die sie 2006 dazu gebracht hätten, auch einen Kohäsionsbeitrag zu leisten, immer noch bestünden. "Unserer Meinung nach ist das nach wie vor der Fall", sagte Jaroslaw Starzyk gegenüber der "NZZ am Sonntag". Polen würde von einem allfälligen Schweizer Beitrag profitieren. "Einen neuen Beitrag der Schweiz wüssten wir sicher zu schätzen", sagte Starzyk. Das Geld würde in Absprache mit der Schweiz in den Bereichen Umweltschutz, wissenschaftliche Zusammenarbeit, Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen, Infrastruktur und Gesundheitswesen eingesetzt.
dl/cc

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