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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
Roche: Preisdruck bei den Medikamenten, sinkende Umsätze, blockierte Zulassungen - die Probleme bei Roche häufen sich. Der Pharmakonzern reagiert nach Informationen der Zeitung "Sonntag" mit einem Sparprogramm. Es drohe ein weltweiter und massiver Stellenabbau. Von der Sparrunde betroffen sind laut einem Informanten, das Blatt spricht von einem Insider, der über beste Kontakte in die Basler Konzernzentrale verfüge, alle Bereiche der Pharma-Division. Also nicht nur die Verkaufsmannschaft, sondern auch die Forscher und Entwickler, die Produktions- und die Verwaltungsmitarbeiter. Einen Entscheid werde das Management gemäss Recherchen bereits diese Woche fällen. (Sonntag, S. 19)
CH/SNB: Die geplanten neuen, schärferen Vorschriften für die Grossbanken werden die Boni und den Eigenhandel bremsen. Der Eigenhandel werde schrumpfen und überrissene Entschädigungen würden schwieriger, sagte SNB-Vizepräsident Thomas Jordan in einem Interview. "Ein wesentlicher Teil der aufgegleisten Reform ist, dass die Kapitalvorschriften für das so genannte Handelsbuch verschärft werden", sagte Jordan der "SonntagsZeitung". Betroffen sei nicht nur der Eigenhandel, sondern alle handelbaren Positionen, die bis dato sehr schwach mit Kapital hätten unterlegt werden müssen. "Dies wird das Halten dieser Positionen für die Banken verteuern", sagte Jordan. Der Eigenhandel werde schrumpfen, weil das Investmentbanking künftig mehr für das Geld aus der Vermögensverwaltung für Reiche (Private Banking) zahlen und erst noch das Risiko mit mehr Eigenmitteln unterlegen müsse. Wie streng die Schweizer Regeln ausfielen, hänge davon ab, wie stringent die internationalen Regeln festgelegt würden, sagte Jordan weiter. (SoZ, S. 53/54 ; siehe sep. Meldung)
CH/Geldpolitik: Der ehemalige Chefökonom der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Ulrich Kohli, hält die heutige Situation in der Geldpolitik für bedenklich. Dabei stört sich Kohli vor allem an zwei Punkten: Erstens hält er Interventionen der Nationalbank am Devisenmarkt grundsätzlich für falsch. "Mit Ihren massiven Interventionen bis Anfang Juni hat die SNB vor allem die Spekulation alimentiert. Es hat ja nichts genützt", erklärte Kohli gegenüber der Zeitung "Sonntag". Zweitens hält er die Diversifikation der Devisenreserven der SNB, welche laut Londoner Händlerkreisen anlaufe, zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, da sich der Euro auf einem Tiefststand befinde und somit Buchverluste realisiert werden. Ebenfalls sorgen bereiten Kohli die immense Liquidität, welche von der SNB geschaffen wurde und durch welche der ehemalige Chefökonom die Gefahr einer Inflation ausgehen sieht. (Sonntag, S. 21)
CH/MEM: Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) in der Schweiz könnte im kommenden Jahr zweistellig wachsen. "Manche Verkäufer rechnen mit dramatisch guten zweistelligen Zuwachsraten. Für die Kostenplanung jedoch setzen wir eine knapp zweistellige Zahl ein und hoffen, so auf der sicheren Seite zu sein", sagte Verbandspräsident Johann Schneider-Ammann in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Im Sektor werde nur noch äusserst selten von der Möglichkeit eines Rückfalls in die Rezession gesprochen. "Von einem Boom, wie wir ihn vor wenigen Jahren erlebten, kann jedoch nicht die Rede sein. Wir sind alle ganz zufrieden, Wachstum zu sehen - und das erst noch inflationsfrei. Das hilft den Unternehmen, Margen zu erwirtschaften und damit die Voraussetzung für Investitionen zu schaffen. Das ist langfristig gut für den Arbeitsmarkt", so Schneider Ammann weiter. (FuW, S. 1/14; siehe sep. Meldung)
CH/Economiesuisse: Novartis-Präsident Daniel Vasella ist zur Wahl in den Vorstandsausschuss des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse vorgeschlagen. Er soll den Posten von Thomas Wellauer übernehmen, der nicht mehr zur Wahl antritt. Dies bestätigte Pascal Gentinetta, Vorsitzender der Geschäftsführung von Economiesuisse, gegenüber der "SonntagsZeitung". Die Wahl findet kommenden Freitag statt. Dabei werde die Wahl für Vasella wohl zum Heimspiel, da es keine Opposition gegen seine Ernennung geben dürfte, so der Artikel weiter. (SoZ, S. 58)
CH/IV-Revision: Stefan Ritler, Leiter der Invalidenversicherung (IV), will nicht einfach die Renten kürzen, um seine Kasse wieder ins Lot zu bringen. Sein Ziel ist es, für 17'000 Rentnerinnen und Rentner eine Stelle zu finden. Dazu sei "Handarbeit" nötig, sagte er. "Wir müssen bei Fachleuten und Firmen die Klinken putzen, für die Problematik sensibilisieren, an die soziale Verantwortung appellieren und so die IV-Bezüger quasi wieder in den Arbeitsmarkt hineinmassieren", sagte Ritler in Interviews mit der "Basler Zeitung" und der "Mittelland Zeitung" vom Samstag. Er verweist auf seine Erfahrung als Leiter der IV-Stelle Solothurn. Jährlich seien dort bis zu 1000 Firmen besucht worden, dabei hätten jeweils rund 500 Stellen vermittelt werden können. Solche Bemühungen hofft er mit den Instrumenten der 6. IV-Revision unterstützen zu können. (Basler Zeitung; Mittelland Zeitung; siehe sep. Meldung)
CH/Textilindustrie: Der Chef des Nischenanbieters Schweiter, Hans Widmer, wollte in der Krise des vergangenen Jahres zusammen mit OC Oerlikon und Reiter eine "Swiss Textile Group" formen. Dies berichtet die "SonntagsZeitung" unter Berufung auf mehrere Quellen. Damit wollte Widmer auch die 600 Mio CHF anlegen, welche er nach einer grossen Desinvestition in der Kasse der Schweiter zur Verfügung hatte. Das Projekt sei aber gescheitert, unter anderem an der hohen Verschuldung OC Oerlikons, welche durch eine Herauslösung des Textilbereichs zu einer Überschuldung des Konzerns geführt hätte, andererseits durch den Willen Rieters, die Krise allein zu bewältigen, heisst es in dem Artikel weiter. (SoZ, S. 55)
dl/ra

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