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Privatbank Hauck & Aufhäuser will zukaufen

FRANKFURT (awp international) - Das Privatbankhaus Hauck & Aufhäuser hat sein Interesse an Zukäufen bekundet. "Der Markt ist in Bewegung, da kann es nicht schaden, wenn wir uns auf der Lichtung zeigen", sagte der Sprecher der Geschäftsleitung, Michael Schramm, vor der Hauptversammlung des Unternehmens. Wenn etwas zur kleinen Privatbank passe, sei sein Haus "immer dran". Hauck & Aufhäuser konzentriert sich auf Vermögensverwaltung für reiche Kunden, Investmentbanking-Beratung und Firmenkunden.
Der Bankensektor befinde sich nach der Finanzkrise im Umbruch, sagte Schramm. "Die Situation ist vergleichbar mit der Stahlindustrie in den 1980er-Jahren." Landesbanken wie die WestLB müssen schrumpfen, andere Institute schliessen sich zusammen und stossen dabei Teile ab. So will sich etwa die Liechtensteiner Fürstenbank LGT nach der gescheiterten Übernahme der BHF-Bank aus der Deutschland zurückziehen. Unklar ist auch die Zukunft von Merck Finck.
Dabei muss es laut Schramm nicht immer zu einem Kauf kommen. Sein Institut habe sich zuletzt etwa die Vermögensverwaltung Pioneer von Unicredit angesehen. Von einem Kauf habe er aber abgesehen, sagte Schramm. Stattdessen habe er drei Führungskräfte übernommen.
Bei der Neusortierung der Märkte sieht Schramm zudem Chancen für neue Partnerschaften. So wolle sein Institut die Verbindungen zu Sparkassen ausbauen und mit ihnen bei der Vermögensverwaltung kooperieren. Dies könnte auch ein Modell für die Genossenschaftsbanken sein, die sich allerdings bislang noch treu zu ihren Zentralinstituten stünden.
Profitieren will Hauck & Aufhäuser auch davon, dass Konkurrenten einige Felder räumten. So übernahm das Haus in Hamburg einige Analysten der Berenberg Bank, die den Research-Bereich in London konzentrierte. In Köln eröffnete das Institut eine neue Filiale, um Kunden eine Alternative zu bieten, die durch die Übernahme von Sal.Oppenheim durch die Deutsche Bank verprellt sind./enl/zb/tw

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