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MÜNCHEN (awp international) - Der TV-Konzern ProSiebenSat.1 setzt trotz eines zuletzt besseren Geschäfts weiter vor allem aufs Sparen. Das laufende Jahr sei trotz eines stärker als erwartet verlaufenen Schlussquartals 2009 weiterhin mit Unsicherheiten behaftet, teilte das von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierte Unternehmen am Donnerstag in München mit. Eine Prognose für 2010 sei daher nicht möglich. "Um in diesem Marktumfeld den Bewegungsspielraum nicht zu verlieren, wird Kostendisziplin weiterhin Priorität im Konzern haben", sagte ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling.
Das Unternehmen hatte bereits im Februar mitgeteilt, dass es 2009 trotz eines deutlichen Erlösrückgangs operativ mehr verdient habe und unter dem Strich in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt sei. Dies sei dank eines "nachhaltigen Kostenmanagements" gelungen, sagte Ebeling. 2008 hatten vor allem Abschreibungen auf die 2007 übernommene Sendergruppe SBS das Unternehmen tief in die roten Zahlen gedrückt. Der seit rund einem Jahr amtierende Vorstandschef setzt vor allem auf Einsparungen beim Programm. Er hat unter anderem den Nachrichtensender N24 auf den Prüfstand gestellt und damit eine Diskussion über die Produktion von Nachrichten bei Privatsendern entfacht.
ERNEUT NUR MINDESTDIVIDENDE FÜR VORZUGSAKTIONÄRE
Die Vorzugsaktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von zwei Cent je Anteilsschein erhalten - diese Dividende ist in der Satzung des Unternehmens festgeschrieben. Die Stammaktionäre erhalten wie für 2008 nichts. Für 2007 hatte ProSiebenSat.1 ihnen noch 1,23 Euro je Aktie bezahlt. Die Stammaktien gehören zu 88 Prozent der Lavena Holding, die wiederum im Eigentum der Finanzinvestoren KKR und Permira ist. Zwölf Prozent liegen bei der Telegraaf Media Groep.
Am Aktienmarkt wurden die Nachrichten erst einmal negativ aufgenommen. Die im MDax notierte Vorzugsaktie gab in den ersten Handelsminuten leicht nach - allerdings hatte sich das Papier in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als 1.100 Prozent verteuert.
HOHE SCHULDENLAST
Im Jahr 2006 war die geplante Übernahme des Senderverbunds durch den Axel-Springer-Verlag am Widerstand der Kartell- und Aufsichtsbehörden gescheitert. In der Folge ging das Unternehmen an die Finanzinvestoren. Nach der von den beiden Haupteigentümern angestossenen Übernahme der skandinavischen Sendergruppe SBS ächzt ProSiebenSat.1 unter einer Schuldenlast von mehr als drei Milliarden Euro. Commerzbank-Analyst Maxim Tilev begrüsste daher, dass die Grossaktionäre auf eine Gewinnbeteiligung verzichten und anscheinend auf einen forcierten Schuldenabbau setzen./zb/stw/wiz

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