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MÜNCHEN (awp international) - ProSiebenSat.1 hat 2010 kräftig von der unerwartet starken Rückkehr der Werbemärkte profitiert und seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Zudem kündigte das Unternehmen eine deutlich höhere Dividende an. Der TV-Konzern verdiente dank der wieder sprudelnden Reklameeinnahmen und des guten Weihnachtsgeschäfts unter dem Strich 312,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Unterföhring bei München mitteilte. Der Umsatz wuchs um 8,7 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 30 Prozent auf 905,9 Millionen Euro geklettert. Das ist deutlich mehr als von Experten erwartet. De Sendergruppe (Pro Sieben Sat1, Kabel1) sieht sich auch durch ihren strikten Sparkurs und dem Umbau der vergangenen Jahre gestärkt. "Unser Erfolg hängt nicht nur mit dem konjunkturellen Rückenwind zusammen, sondern ist auch auf die Effizienz unserer Prozesse und die richtigen strategischen Entscheidungen zurückzuführen", sagte Vorstandschef Thomas Ebeling.
KEINE KONKRETE PROGNOSE - DEUTLICHES DIVIDENDENPLUS
2011 rechnet der Manager angesichts der guten Konjunktur mit weiter wachsenden Umsätzen und Ergebnissen, bleibt aber vorsichtig. Zwar erwarte er in allen Segmenten eine positive Entwicklung, eine konkrete Prognose machte Ebeling aber nicht. Allerdings könnte sich das späte Osterfest im April auf das erste Quartal auswirken. Ostern und Weihnachten sind für die Branche besonders wichtig.
Von den guten Zahlen des vergangenen Jahres sollen erstmals seit zwei Jahren auch die Aktionäre des von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierten Konzerns profitieren. Statt einer Mindestdividende von 2 Cent je Vorzugsaktie sollen die Anteilseigner nun 1,14 Euro je Vorzugs- und 1,12 Euro je Stammaktie bekommen. Am Aktienmarkt wurde vor allem die deutlich höhere Dividende positiv aufgenommen. Hier hatten Experten mit einer geringeren Ausschüttung gerechnet. Die im MDax notierte Aktie legte im vorbörslichen Handel zu.
ENTSCHEIDUNG ÜBER SPARTENVERKAUF IM ZWEITEN QUARTAL
Nach dem Verkauf des Nachrichtensenders N24 und dem kompletten Umzug nach München könnte der Umbau des noch immer hoch verschuldeten Konzerns allerdings weitergehen. ProSiebenSat1 prüfe ergebnisoffen die strategischen Möglichkeiten für die Geschäfte in den Niederlanden, Belgien und Nordeuropa. Seit längerem wird über einen möglichen Verkauf der Sender dort spekuliert. Mit einer Entscheidung sei aus heutiger Sicht im zweiten Quartal zu rechnen, hiess es.
Auch die Eigentümerstruktur von ProSiebenSat1 selbst dürfte in den kommenden Monaten Thema bleiben. Zuletzt hatten Spekulationen über die Zukunft der Gruppe neue Nahrung erhalten, weil sich die Zeichen für einen Ausstieg von Permira und KKR verdichteten. Laut "Süddeutscher Zeitung" gilt als wahrscheinlichste Option weiter die Platzierung der Anteile an der Börse.
Der Medienkonzern Axel Springer hatte am Dienstag Spekulationen über einen möglichen Einstieg bei ProSiebenSat1 zurückgewiesen. Springer hatte vor fünf Jahren einen Übernahmeversuch gestartet, war damals aber am Einspruch der Kartellbehörden gescheitert./sbr/DP/zb

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