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LONDON (awp international) - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Einstufung für Portugal nach dem gescheiterten Sparprogramm und dem Rücktritt des Regierungschefs José Sócrates gesenkt. Die langfristige Kreditwürdigkeit des Landes wurde um eine Stufe von 'A-' auf 'BBB' gesenkt, teilte S&P am Freitag in London mit. Die politische Unsicherheit in Portugal sei weiter gestiegen, dadurch dürfte das Vertrauen der Märkte weiter schwinden und die finanziellen Risiken Portugals weiter steigen. Der Ausblick bleibe negativ, hiess es weiter. Die Ratingagentur Fitch hatte ihre Einstufung für das Land bereits am Donnerstag gesenkt.
Die Zinsen für langlaufende portugiesische Anleihen waren bereits am Donnerstag auf einen neuen Höchststand geklettert. Das südeuropäische Land gilt nach Griechenland und Irland als nächster Kandidat für den Rettungsschirm der Europäischen Union. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten sich am Donnerstagabend in Brüssel auf eine historische Reform zur Absicherung des Euro geeinigt. Noch ist aber unklar, ob sich die nervösen Finanzmärkte damit dauerhaft beruhigen lassen.
Die hohe Verschuldung einiger Euro-Länder wie Griechenland, Irland, Italien, Portugal oder Spanien hatte den Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung Mitte 2010 unter die Marke von 1,20 Dollar gedrückt. Die Euro-Staaten hatten mit mehreren Rettungsaktionen dagegen gehalten. Der Euro stabilisierte sich daraufhin wieder und kostete zuletzt wieder mehr als 1,40 Dollar. Auf die aktuellen Beschlüsse der Eurozonen-Staaten am Donnerstagabend und die Abstufung Portugals reagierte der Euro kaum. Er notiert weiter deutlich über der Marke von 1,41 Dollar.
Die Entscheidung der Eurozonen-Länder war erwartet worden und die Aktionen von Ratingagenturen wurden am Markt zuletzt nicht mehr so stark beachtet wie noch zu Beginn der Euro-Schuldenkrise./zb/tw

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