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Zürich (awp/sda) - Der Werbevermarkter Publigroupe hat sich wieder aufgerappelt. Nachdem die Krise der Medien dem Lausanner Unternehmen schwer zugesetzt hatte und im Vorjahr ein Verlust von 20,3 Mio CHF ins Haus stand, kam im vergangenen Jahr nach dem Abbau hunderter Arbeitsplätze ein Gewinn von 42,6 Mio CHF zustande.
Ganz abgeschlossen ist der Stellenabbau, der unter dem Strich 750 Posten kostete, noch nicht: Wie Finanzchef Andreas Schmidt am Freitag vor den Medien in Zürich sagte, trifft es im laufenden Jahr nochmals etwa 100 Arbeitsplätze. Ende Jahres zählte Publigroupe 2'350 Vollzeitstellen.
Die Verkäufe der Beteiligungen an den Mediengruppen BaZ und Edipresse und der Verkauf von zwei Gebäuden haben den Gewinn im vergangenen Jahr um etwa 28 Mio CHF aufgebessert. Der Betriebsgewinn erreichte 32,6 Mio Franken, nach einem Verlust von 2,9 Mio CHF im Vorjahr.
WIEDER DIVIDENDE
Die ausgewiesenen Zahlen lagen bezüglich bezüglich Gewinn deutlich über den Erwartungen. Dank des verbesserten Ergebnisses schlägt der Verwaltungsrat den Aktionäre die Bezahlung einer Dividende von 6,00 CHF vor. Im Vorjahr war auf eine Ausschüttung verzichtet worden.
Tritt gefasst hat das Unternehmen, zu dem die Werberaum-Verkäuferin Publicitas gehört, auch dank der nach der Rezession wieder positiveren Lage der Schweizer Medienbranche. Die Pressewerbung nimmt wieder zu, und die Gruppe konnte auf Basis eines neuen Geschäftsmodells mit allen grossen Verlagen die Zusammenarbeit erneuern.
Ein wichtiges Zugpferd ist inzwischen der erklärte Zukunftsmarkt von Publigroupe, das Online-Geschäft. Über alle Sparten hinweg wuchs dieser Dienstleistungszweig um einen Drittel.
Durch die Verkäufe konnte die Gruppe ihre Schulden senken. Zudem kam frisches Geld in die Kassen, das laut Unternehmenschef Hans-Peter Rohner auch für Zukäufe verwendet werden könnte. Diese erscheinen ihm vor allem in der Online-Welt als sinnvoll. Es seien aber Akquisitionen in allen bestehenden Geschäftsfeldern denkbar.
TITEL AN DER BÖRSE GESUCHT
Der "kontrollierte Sinkflug" und die Veränderungen der Medien- und Werbelandschaft schlagen sich im Umsatz nieder: Die Einnahmen sanken um 8,4% auf 1,47 Mrd CHF. Auch für das laufende Jahr erwartet Rohner keinen Umsatzsprung, sondern einen schwächeren Rückgang als im Vorjahr.
Dafür echnet Publigroupe mit einem zweistelligen Wachstum des operativen Ergebnisses. Die erfolgreiche Neuausrichtung und Erstarkung erlaube es, vom erwarteten leichten Aufschwung der Werbemärkte zu profitieren und die Entwicklung der Marketing- und Online- Dienstleistungen in allen Bereichen voranzutreiben, hiess es.
Der Generalversammlung wird Christian Wenger, Partner von Wenger & Vieli Rechtsanwälte, zur Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.
An der Börse war der Publigroupe-Titel ein Renner. Zeitweise schoss der Wert über 10% ins Plus. Am späteren Nachmittag kostete der Titel 115,40 CHF, 7,4% mehr als am Vorabend. Der Gesamtmarkt SPI tendierte derweil knapp 1% stärker. Die operativen Fortschritte der Werbevermarkterin im vergangenen Jahr wurden von Analysten positiv aufgenommen. Mit Blick nach vorne zeigten sie sich aber weiter eher vorsichtig.
uh

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