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LONDON (awp international) - Die schwere Schuldenkrise und die Wirtschaftslaute in Spanien belasten auch drei Jahre nach Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise die Kreditwürdigkeit des Landes. Die Ratingagentur Moody's hat einen Tag nach einem Generalstreik die Bestnote "Aaa" für die spanischen Bonität zurückgezogen und die Bewertung auf die zweitbeste Stufe "Aa1" gesenkt. Der Ausblick für Spanien sei "stabil", teilte die Ratingagentur am Donnerstag mit. Damit droht dem Land vorerst keine weitere Herabstufung durch Moody's.
Zuvor hatten bereits andere führende Ratingagenturen die Bewertung der spanischen Kreditwürdigkeit Spanien gesenkt. Die aktuelle Herabstufung durch Moody's war daher für Experten keine allzugrosse Überraschung. An den Finanzmärkten sorgte die Herabstufung auch nur kurzfristig für einen kräftigen Anstieg der Renditen bei spanischen Staatsanleihen. Nachdem die Rendite der richtungsweisenden Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren zunächst auf ein Tageshoch bei 4,193 Prozent stieg, ist die Rendite im weiteren Handelsverlauf auf 4,108 Prozent zurückgefallen. Der Risikoaufschlag zu deutschen Anleihen lag bei 1,88 Prozentpunkten und damit deutlich niedriger als in den Vortagen.
Als Grund für die Herabstufung Spaniens nannte die Ratingagentur die schwachen Wachstumsaussichten für das südeuropäische Land. In den kommenden Jahren dürfte die durchschnittliche Wachstumsrate der spanischen Wirtschaft bei etwa einem Prozent liegen. Die Experten von Moody's sehen zudem Herausforderungen bei der Reduzierung des Staatsdefizits.
Allerdings konnte sich Spanien nach Einschätzung von Experten in der Schuldenkrise bereits "etwas Luft verschaffen". In den ersten acht Monaten habe die Regierung in Madrid bereits 26 Milliarden Euro weniger Schulden gemacht als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, hiess es in einer Einschätzung der Commerzbank. Das Ziel, das öffentliche Defizit 2010 unter 9,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken, sei damit praktisch schon erreicht. Die Haushaltsplanungen für 2011 würden zudem eine weitere Rückführung des Defizits auf sechs Prozent vorsehen./jkr/jsl

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