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FRANKFURT (awp international) - Die Schuldenkrise in der Peripherie der Eurozone hat sich am Montag zugespitzt. Die Renditen für irische und portugiesische Staatsanleihen haben am Montag die höchsten Werte seit Einführung des Euro erreicht. Die Rendite zehnjähriger irischer Staatsanleihen stieg von 6,14 Prozent am Freitag auf bis zu 6,469 Prozent. Portugals Renditen kletterten von 5,59 Prozent auf bis zu 6,401 Prozent. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Bundesanleihe lag bei lediglich 2,435 Prozent.
"Vor allem die unklare Lage im irischen Bankensektor belastet derzeit die Anleihenkurse", sagte Christoph Weil, Volkswirt bei der Commerzbank. "Die Lage ist nicht transparent und es ist unklar, wie viel Kosten hier noch auf den irischen Staat zukommen." Auch die längerfristigen Wachstumsaussichten seien nach dem Zusammenbruch des irischen Bankensektors und Häusermarktes nicht gut. Derzeit ist das irische Haushaltsdefizit höher als das von Griechenland. Eine weitere Verschlechterung am irischen Anleihenmarkt sei daher nicht auszuschliessen. Die Verunsicherung nehme auch deshalb zu, weil die irische Regierung an diesem Dienstag 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro am Anleihenmarkt einsammeln will.
"Portugal wird derzeit von Irland mit nach unten gezogen", sagte Weil. Das Land sei angreifbar, da es seine Schuldenziele im laufenden Jahr wohl nicht erreichen wird. Portugal habe jedoch Reformen durchgeführt, die langfristig wirken dürften. "Portugal braucht einfach mehr Zeit", sagte Weil. Grundsätzlich sei die Lage aber günstiger als in Irland und eine Eskalation am Anleihemarkt nicht zu erwarten. In Spanien hingegen sind die Renditen zuletzt relativ stabil bei 4,21 Prozent geblieben. Die Renditen griechischer Staatsanleihen lagen am Montag unverändert bei 11,438 Prozent.
jsl/bgf

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