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DÜSSELDORF (awp international) - Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall will seine Aktionäre für das vergangene Jahr mit einer Rekorddividende belohnen. Der Vorstand schlägt 1,50 Euro je Anteilsschein vor, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatten die Anteilseigner, obwohl die Gesellschaft unter dem Strich ein Minus verbuchte, 30 Cent bekommen. Die aktuelle Ausschüttung entspreche einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent, hiess es.
Der Konzern fuhr im vergangenen Jahr dank der wiederbelebten Autokonjunktur aus den roten Zahlen. Unterm Strich stand ein Gewinn von 174 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr krisenbedingt noch ein Verlust von 52 Millionen Euro angefallen war. "Dank eines starken Turnarounds bei Automotive sind wir wieder auf der Erfolgsspur", sagte Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.
An der Börse konnten die Aktien von den Nachrichten nicht profitieren. Die im MDax notierten Papiere gaben bis 10.45 Uhr leicht nach. Einem Händler zufolge fiel die Dividende zwar höher aus als erwartet. Zugleich habe der Konzern den Markt aber mit seinem Ausblick enttäuscht. Viele Marktteilnehmer hätten sich für 2011 ein höheres Ergebnis erhofft.
WEITERES WACHSTUM
Für die nächsten Jahre setzt der Konzern in beiden Sparten auf weiteres Wachstum. Im laufenden Jahr sollen die Erlöse um 8 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro wachsen, für 2013 werden zusammengenommen dann 5,9 Milliarden Euro erwartet. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 17 Prozent auf knapp 4 Milliarden Euro. Auf beide Sparten entfiel etwa die Hälfte der Erlöse. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll 2011 konzernweit von 297 Millionen Euro im Vorjahr auf 330 Millionen bis 360 Millionen Euro klettern. Dazu soll die renditestärkere Rüstungssparte bis zu 250 Millionen Euro beitragen.
Rheinmetall hatte die Rüstungssparte im vergangenen Jahr durch mehrere Zukäufe gestärkt sowie ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Münchner Lastwagenbauer MAN für gepanzerte Nutzfahrzeuge gegründet. Allein in der Rüstungssparte hat das Unternehmen ein Auftragspolster von 4,8 Milliarden Euro im Rücken. Hier profitiert Rheinmetall vor allem von langfristigen Verträgen etwa für Panzer oder Wartung sowie die Lieferung von Munition.
Auch künftig soll das internationale Geschäft weiter gestärkt werden, um sich vom Referenzkunden Bundeswehr unabhängiger zu machen. Der Umsatzanteil mit dem Heimatland beträgt in der Rüstungssparte noch gut ein Drittel. Bis 2013 soll die Rüstungssparte ihre Erlöse auf 3,5 Milliarden Euro steigern.
AUTOSPARTE WÄCHST IN ASIEN
In der Autosparte, die alle namhaften deutschen Autobauer beliefert, erwartet der Konzern im Einklang mit den Herstellern künftiges Wachstum vor allem in den Schwellenländern. Allein in China ist das Umsatzvolumen 2010 der dort tätigen Gemeinschaftsunternehmen den Angaben zufolge von 155 Millionen auf 258 Millionen Euro angewachsen. Bis 2013 sollen die Erlöse auf 400 Millionen Euro weiter steigen. Auch in Indien ist die Produktion angelaufen. Insgesamt sollen die Erlöse der Sparte bis 2013 auf rund 2,4 Milliarden Euro zulegen.
Um den Wachstumskurs abzusichern, steigerte der Konzern seine Sachinvestitionen im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 189 Millionen Euro. Für Forschung und Entwicklung wurden 214 Millionen Euro ausgegeben. Dies entspricht jeweils rund fünf Prozent vom Umsatz.
dct/she/zb

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