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Genf (awp) - Richemont hat im Geschäftsjahr 2010/11 den Umsatz und den Gewinn stark gesteigert. Gewachsen ist der Luxusgüterkonzern besonders in Asien. Aber auch in Europa und in Amerika erholte sich die Gruppe von der Baisse aus dem Vorjahr. Die Profitabilität blieb jedoch hinter den hohen Markterwartungen zurück.
Den Umsatz hat Richemont um 33% auf 6,89 Mrd EUR gesteigert, nachdem im Vorjahr noch ein Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich resultierte. Allerdings fallen 5 Prozentpunkte des letztjährigen Wachstums auf den Zukauf der britischen Onlinehändlerin Net-A-Porter und 9 Punkte auf positive Wechselkurseinflüsse. Ohne diese Effekte wuchs der Umsatz um 19%.
Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 63% auf 1,36 Mrd EUR, die Marge auf 19,7% nach 16,0%. Ohne Net-A-Porter-Effekte betrug sie 20,9%. Die Marge wäre noch besser ausgefallen, hätten nicht Kosten für die Neupositionierung der Uhrenmarke Baume&Mercier und höhere Marketing-Aufwendungen die Entwicklung gedämpft. Der starke Schweizer Franken und höhere Edelmetall-Preise belasteten zusätzlich.
Der Reingewinn wuchs um 79% auf 1,08 Mrd EUR, wobei sich die Finanzkosten auf netto 181 Mio EUR beliefen. Im Gegenzug konnte ein ausserordentlicher Gewinn im Zuge der Neubewertung der Net-A-Porter-Beteiligung in Höhe von 101 Mio EUR verbucht werden, teilte Richemont am Donnerstag mit.
Der Cash-Bestand lag Ende März bei 2,59 Mrd EUR. Die Aktionäre sollen von einer auf 0,45 (Vorjahr 0,35) CHF/Titel erhöhten Dividende profitieren. Ausserdem hat Richemont das laufende Aktienrückkaufprogramm um zusätzliche 5 Mio Aktien ausgeweitet.
UNGEBREMSTES WACHSTUM IN ASIEN
Wachstumstreiber war erneut Asien (ohne Japan), wo Richemont den Umsatz in Lokalwährungen trotz einer "robusten" Vorjahresbasis um 36% steigern konnte. Mit 2,56 Mrd EUR setzt Richemont in dieser Region bereits 37% des Gruppenabsatzes um. Dabei sei das Vertriebsnetz weiter ausgebaut worden, erklärte CFO Gary Saage an einer Telefonkonferenz.
Europa konnte die Vormachtstellung mit einem Umsatz von 2,59 Mrd EUR, das entspricht einem Anteil von 38%, knapp halten. In Lokalwährungen wuchsen die Einnahmen um 20%. Das Wachstum sei einerseits mit Einheimischen und andererseits mit Reisenden erzielt worden. In Amerika setzte Richemont 998 Mio EUR um und wuchs um 30%. Der Gruppe sei die Erholung im Retailgeschäft geglückt und auch die Net-A-Porter-Übernahme habe gestützt.
In Japan blieb das Umsatzwachstum in Yen bei moderaten 1% (+18% in EUR). Die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe führte im März zu einem Rückgang von 27%. Im April sei man aber bereits wieder mit 3% gewachsen, sagte Deputy-CEO Richard Lepeu.
Äusserst profitabel entwickelt sich der Schmuckbereich. Dort stieg die EBIT-Marge auf rekordhohe 30,5% von 27,6% im Vorjahr, währenddem der Umsatz um 29% auf 3,48 Mrd EUR wuchs. Die Marken Cartier und Van Cleef & Arpels entwickelten sich in allen Regionen "sehr gut".
Der Uhrenumsatz erhöhte sich um 31% auf 1,77 Mrd EUR, die EBIT-Marge als Folge der Baume&Mercier-Restrukturierung "nur" auf 21,4% von 17,1%. Mit Schreibwaren (Marke Montblanc) setzte Richemont 22% mehr respektive 672 Mio EUR um und verbesserte die EBIT-Marge auf 16,2% nach 14,3%.
GUTER START
Der Start in das neue Geschäftsjahr sei gelungen, hiess es. Im April wuchs der Umsatz um 32% bzw. um 35% zu konstanten Währungen. "Wir hoffen, dass dieser positive Trend im gegenwärtigen Umfeld von politischen Unruhen und Währungsturbulenzen in den nächsten Monaten bestätigt werden kann", meinte Executive Chairman und CEO Johann Rupert.
Den Fokus legt Rupert auf organisches Wachstum. In den nächsten zwei Jahren sollen zwischen 6 und 8% des Umsatzes investiert werden. Die Quadratmeterfläche der Shops will Richemont um 7% erhöhen und in der Schweiz werden rund 800 neue Stellen geschaffen.
Händler und Analysten kritisieren die zu tief ausgefallenen Margen und die vorsichtige Ausschüttungspolitik. So büssen die Aktien gegen 14.30 Uhr 2,1% auf 54,90 (Tief: 52,95) CHF. Derweil stehen Swatch mit 0,3% und der Gesamtmarkt (SMI) mit 0,41% im Plus.
mk/dm

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