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Winterthur (awp) - Der Maschinenhersteller Rieter hat die Folgen der Wirtschaftskrise abgeschüttelt. Umsatz und Bestellungseingang stiegen im vergangenen Jahr deutlich an. Zugpferd war hierbei insbesondere die Textilmaschinesparte, bei der die Kunden fast das Dreifache gegenüber dem Jahr zuvor bestellten. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit schwarzen Zahlen.
Der Umsatz steigt im Geschäftsjahr 2010 um 32% auf 2'585,8 Mio CHF und der Auftragseingang kletterte um 64% auf 3'170 Mio CHF. Wegen der tiefen Auftragsvolumen des Vorjahrs steig der Umsatz weniger stark als der Bestellungseingang. Im zweiten Semester lag der Umsatz leicht höher als im ersten. In lokalen Währungen betrug das Plus beim Umsatz 36% und beim Bestellungseingang 68%, wie Rieter am Freitag mitteilte. Auf Basis der Währungsrelationen von 2007 würde der Konzernumsatz heute bei 2,9 Mrd CHF liegen, rechnet das Unternehmen vor.
Damit hat Rieter die Prognosen der Analysten beim Umsatz getroffen und beim Auftragseingang sogar übertroffen. Der AWP-Konsens lag für den Umsatz bei 2'589,0 Mio und für den Auftragseingang bei 3'081,9 Mio CHF.
Die Erholung der Textilmaschinen- und Automobilmärkte, die im zweiten Halbjahr 2009 begonnen hatte, setzte sich 2010 fort, schreibt Rieter in der Mitteilung. Trotz der üblichen saisonalen Effekte bei Automotive Systems im zweiten Halbjahr sei die Nachfrage im gesamten Jahresverlauf auf einem markant höheren Niveau gelegen als im Vorjahr.
Beide Divisionen hätten die Ergebnisfortschritte, die sie schon im ersten Halbjahr 2010 erzielten, im zweiten Halbjahr bestätigt. Rieter verbesserte die operative Marge auf Konzernebene im zweiten Semester im Vergleich zum ersten dank Textile Systems deutlich.
Textile allein steigerte den Bestellungseingang gegenüber dem Vorjahr auf 1'454,6 (510,8) Mio CHF. Der Auftragseingang habe sich über das gesamte Geschäftsjahr gleichermassen positiv entwickelt. Der Bruttoumsatz wuchs vor allem im zweiten Halbjahr stark und stieg im Gesamtjahr um 64% auf 870,4 Mio CHF. Bestellungseingang und Umsatz wurden durch die Währungsentwicklungen beeinträchtigt. In Lokalwährungen stieg der Bestellungseingang um 188% und der Umsatz um 67%.
Der Weltmarkt für Spinnereimaschinen und Komponenten erlebte nach zwei Jahren mit ausgeprägt schwacher Nachfrage im Berichtsjahr eine starke, regional breit abgestützte Erholung. Die wichtigsten Märkte waren China, Indien und die Türkei. Weitere grosse Nachfragevolumen stammten aus Bangladesch, Brasilien, Indonesien, Pakistan, Südkorea, aber auch aus den USA. Der Aufschwung war vom Bedarf nach Ersatz- und Expansionsinvestitionen und vom stark wachsenden Textilkonsum in den grossen Märkten Asiens getrieben.
Die zweite Sparte, Automotive Systems, profitierte vom weltweit günstigeren Umfeld. Die Division steigerte den Bruttoumsatz um 20% auf 1'715,4 Mio CHF. Im zweiten Semester erzielte Automotive Systems einen leicht tieferen Umsatz als im ersten, merkt Rieter an. Die Franken-Stärke sei hierbei ein Belastungsfaktor gewesen. In Lokalwährungen stieg der Bruttoumsatz um 25%.
Die Präsenz und die Kapazitäten in den Wachstumsmärkten China und Indien seien im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgebaut sowie das Restrukturierungsprogramm weiter umgesetzt und nahezu abgeschlossen worden. Die Produktionskapazitäten in Asien sollen auch im Jahr 2011 sukzessive erhöht werden. Dadurch könne die starke Position in den traditionellen Märkten auch auf die neuen Märkte ausgedehnt werden.
Rieter hat im vergangenen Jahr den angekündigten Turnaround geschafft und wird 2010 ein positives Konzernergebnis ausweisen. Damit bekräftigte der Maschinenbauer frühere Aussagen.
Der detaillierte Jahresbericht wird am 22. März 2011 vorgestellt.
ps/ra

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