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Basel (awp) - Der Pharmakonzern Roche hat für das erste Quartal 2011 mit dem Umsatz die Erwartungen des Marktes leicht enttäuscht. Auf die Verkäufe gedrückt haben der negative Wechselkurseffekt, Zulassungs-Unsicherheiten bei Avastin in den USA und die Gesundheitsreformen in mehreren Marktgebieten. Bereinigt um Wechselkursschwankungen und den Einfluss des Grippemittels Tamiflu konnte die Gruppe aber leicht wachsen.
In der Folge sieht das Roche-Management den Konzern gut unterwegs und hat die Zielsetzungen für das Gesamtjahr bestätigt. Zudem kommt die Entwicklung neuer Produkte in späten klinischen Phasen planmässig voran. 2011 und 2012 wurden vom Management auch als Übergangsjahre bezeichnet, bevor ab 2013 neue Produkte wieder für stärkeres Wachstum sorgen sollen.
Der Gruppenumsatz sank im ersten Quartal um 9% auf 11,12 Mrd CHF. In Lokalwährungen (LW) konnte das Niveau der Vergleichsperiode gehalten werden, teilt Roche am Donnerstag mit. Dabei ging der Pharma-Umsatz um 10% auf 8,71 Mrd CHF zurück (-2% in LW). Die Diagnostics-Division verzeichnete einen Umsatzrückgang um 4% auf 2,41 Mrd CHF (+6% in LW).
PHARMA-UMSATZ WÄCHST LEICHT - BEREINIGT UM TAMIFLU
Bereinigt um die Tamiflu-Absätze, die in der Berichtsperiode um 47% sanken, wuchs die Pharma-Division um 1% in LW. Unter den einzelnen Marktregionen konnten die Pharma-Verkäufe (jeweils in LW und ohne Tamiflu) in den USA um 2% gesteigert werden, während sie in Westeuropa um 4% zurückgingen. In Japan nahm der Absatz um 1% zu.
Die Entwicklung der Verkäufe in diesen Regionen seien von einem starken Basiseffekt für das erste Quartal 2010 beeinflusst gewesen und den anhaltenden Auswirkungen der Gesundheitsreformen in den USA, den Sparmassnahmen in Europa und der Senkung der Erstattungspreise in Japan. "Die Reformen und Japan haben rund 2 Prozentpunkte Umsatz gekostet", sagte CEO Severin Schwan an einer Telefonkonferenz. Die Region International legte um 6% zu.
Unter den einzelnen Produkten überholte MabThera/Rituxan das Medikament Avastin mit Verkäufen von 1,56 Mrd CHF (+7% in LW), während Avastin infolge der Unsicherheiten in den USA um 6% auf 1,42 Mrd CHF zurückging. Das drittgrösste Produkt, Herceptin, erreichte einen Umsatz von 1,39 Mrd CHF (+8%). Avastin soll gemäss Pharma-COO Pascal Soriot mit der neuen Indikation Eierstockkrebs wieder zum Wachstum zurückkehren. In der EU wurde bereits ein Zulassungsantrag gestellt, in den USA soll dieser Schritt noch in diesem Jahr folgen.
DIAGNOSTICS-DIVISION WÄCHST STÄRKER ALS MARKT
In der Diagnostics-Division haben gemäss COO Daniel O'Day die Bereiche Professional Diagnostics (+10% in LW) und Tissue Diagnostics (+18%) das Wachstum getragen und die Division wiederum stärker als der Markt wachsen lassen. Markant war das Verkaufswachstum in den Regionen Lateinamerika (+16%), Asien-Pazifik (+16%) und Japan (+9%). Weniger deutlich legten die Verkäufe in Europa/Nahost/Afrika (+3%) und Nordamerika (+4%) zu.
AUF KURS - GUIDANCE BESTÄTIGT
Insgesamt sieht sich das Roche-Management auf Kurs. "Aufgrund unserer Verkäufe im ersten Quartal sind wir gut unterwegs, um unsere für das Gesamtjahr gesteckten Ziele zu erreichen", kommentiert CEO Schwan. "Allein in den ersten drei Monaten des Jahres haben sieben wichtige Studien der Phasen II und III positive Ergebnisse erzielt. Dies verbessert unsere Wachstumsperspektiven für die kommenden Jahre deutlich." Darüber hinaus liege der Konzern mit der Effizienzsteigerungsinitiative "Operational Excellence" und auch der Rückzahlung der Verschuldung aus der Genentech-Vollübernahme im Plan.
Ende des Berichtsquartals umfasste die Forschungs- und Entwicklungspipeline der Pharma-Division 62 neue Wirkstoffe und 41 zusätzliche Anwendungsbereiche.
An der Börse reagieren die Anleger mit Abgaben auf die etwas unter den Erwartungen gebliebenen Umsatzzahlen bzw. die ausgebliebene Überraschung. Der Roche-Genussschein verliert bis um 15.25 Uhr um 0,8% auf 132,10 CHF. Der SMI gibt um 0,2% nach, die Novartis-Aktie notiert um 0,1% tiefer.
rt/cc

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