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MÜNCHEN (awp international) - Russland kann laut einer Studie bis 2020 zum sechstgrössten Automarkt weltweit aufsteigen. Die Experten der Managementberatung Boston Consulting Group (BCG) trauen dem Land jährliche Wachstumsraten zwischen 8 und 14 Prozent zu. 2018 würde Russland der Studie zufolge den bislang grössten europäischen Markt Deutschland bei den Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen überholen. "Unsere Analysen prognostizieren vier Millionen abgesetzte Einheiten im Jahr 2020", sagte Nikolaus Lang, BCG-Partner und Globalisierungsexperte für die Automobilbranche in München.
Damit das Wachstumsszenario sich verwirkliche, müssten aber die unternehmerischen Rahmenbedingungen für ausländische Hersteller attraktiver werden, schreiben die Experten. Zudem sei eine Modernisierung bei lokalen Herstellern und Zulieferern notwendig. Die BCG-Experten raten deshalb zur Gründung von Kompetenzzentren, in denen die Zusammenarbeit mit westlichen Partner gebündelt wird und eine Spezialisierung erfolgen kann. Verbesserungspotenzial gebe es auch im Händlernetz, besonders in den Bereichen Wartung und Service.
Nach einer Halbierung des Marktes 2009 könne Russland bis 2014 auf das Vorkrisenniveau von 3 Millionen Neuzulassungen im Jahr zurückkehren, hiess es weiter. Die grössten Steigerungsraten sehen die Experten bei den Geländewagen. "Russische Autofahrer wünschen sich Fahrzeuge, die den westlichen Modellen möglichst nahe kommen", erklärte Lang. Damit seien anders als in Brasilien oder Indien keine grosse Anpassungen des Produktportfolios notwendig. Allerdings achteten die russischen Kunden extrem auf den Preis.
Die Partnerschaft von russischen und ausländischen Herstellern wird auch von der russischen Regierung vorangetrieben. Laut Medienberichten müssen die Hersteller bis Ende Februar erklären, mit wem sie zusammenarbeiten. Volkswagen verhandelt mit dem russischen Hersteller Gaz über eine Auftragsfertigung in den dortigen Werken. Daimler arbeitet beim Transporter Sprinter ebenfalls mit Gaz zusammen und ist im Bereich der Schwerlaster am russischen Marktführer Kamaz beteiligt. Der US-Autobauer Ford hat erst in der vergangenen Woche eine Absichtserklärung für ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem russischen Hersteller Sollers unterzeichnet./dct/enl/wiz

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