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LONDON/MOSKAU (awp international) - Der britische Ölriese BP hat einen Rückschlag für sein milliardenschweres Joint Venture mit dem russischen Rosneft-Konzern erlitten. Ein Schiedsgericht in Stockholm entschied, dass die einstweilige Verfügung gegen den Aktientausch und die Zusammenarbeit bei der Ölförderung im Nordpolarmeer weiter Bestand habe. Das teilte BP am Donnerstag in London mit. Man werde nun versuchen, den Aktientausch einzeln voranzutreiben. In Moskau sagte der Sprecher von Regierungschef Wladimir Putin, Russland sei über das Urteil informiert worden. "Wir müssen aber erst die Details studieren", sagte Dmitri Peskow nach Angaben der Agentur Interfax.
BP und der Staatskonzern Rosneft hatten im Januar mit einem Milliardendeal Aufsehen erregt. Sie wollen bei Bohrungen in Russland zusammenzuarbeiten. Rosneft sollte dafür 5 Prozent der Anteile an BP halten, BP 9,5 Prozent der Rosneft-Aktien. Doch schon kurz darauf hatten die Aktionäre eines anderen russischen BP-Joint-Ventures - TNK-BP - den Plänen einen Riegel vorgeschoben. Sie sahen die Aktionärsvereinbarungen verletzt, in denen festgelegt sei, dass BP bei Projekten in Russland den Verwaltungsrat konsultieren müsse.
TNK-BP, bei dem Altbundeskanzler Gerhard Schröder als unabhängiger Direktor im Aufsichtsrat sitzt, erreichte eine einstweilige Verfügung. Man einigte sich aber darauf, den Streit aussergerichtlich zu klären. BP teilte mit, man sei "enttäuscht" darüber, dass die Zusammenarbeit mit Rosneft nun nicht wie geplant vorangehen könne. Man akzeptiere die Entscheidung des Schiedsgerichtes, sei aber weiter entschlossen, eine alternative Lösung für den Konflikt zu finden./gür/wo/DP/ksb

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