Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

LONDON (awp international) - Die Ratingagentur Standard and Poor's hat ihre Bonitätsnote für das unter einer Schuldenkrise leidende Griechenland bestätigt und gleichzeitig mit einer Herabstufung gedroht. Die Kreditwürdigkeit werde jedoch zunächst weiterhin mit BBB+ bewertet, teilte S&P am Mittwoch in London mit. Der Ausblick für das Rating bleibe negativ.
Die von der Regierung in ihrem Stabilitätsprogramm formulierten Einsparmassnahmen und Steuererhöhungen seien grundsätzlich sinnvoll, schreibt S&P. Die Regierung plant so ihre Haushaltsdefizit von 12,7 Prozent im Jahr 2009 auf 8,7 Prozent im Jahr 2010 zu reduzieren. Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum würden jedoch den Bedarf haushaltspolitischer Konsolidierung vergrössern, fürchtet S&P. Die Zweifel an den ehrgeizigen haushaltspolitischen Zielen würden wachsen.
'POLITISCHE RISIKEN'
Weiterhin gebe es grosse politische Risiken für eine zeitnahe Umsetzung von haushaltspolitischen Reformen, schreibt S&P. So fanden auch an Mittwoch landesweite Streiks gegen die geplanten Einsparungen der Regierung statt. Angesichts des negativen Ausblicks sei eine Herabstufung der Bonität um zwei Noten innerhalb eines Monats möglich. Neben den Haushalts- und dem Aussenhandelsdefizit dürfte auch das schwache weltwirtschaftliche Umfeld für einen deflationären Druck sorgen. Zudem dürfte auch die Probleme im griechischen Bankensektor wachsen. Am Dienstag hatte bereits die Ratingagentur Fitch ihr Rating für die vier grössten griechischen Banken reduziert.
Ende des vergangenen Jahres hatten S&P und Fitch ihr Rating für griechische Staatsschulden auf BBB+ gesenkt. Lediglich die dritte Ratingagentur Moody's gibt Griechenland mit "A2" noch ein Rating im A-Bereich. Die EZB akzeptiert derzeit auch Staatsanleihen die schlechter als "A" bewertet werden. Dies liegt an den in der Finanzkrise verringerten Ratinganforderungen der EZB. Diese dürften jedoch im Jahr 2011 wieder verschärft werden. Dies dürfte vor allem griechische Banken stark unter Druck bringen. Solange jedoch Moody's mit seinem Rating nicht unter "A3" geht, besteht dieses Risiko nicht./js/he

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???