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(Neufassung - neu: Kurs, Einordnung, Sprecher)
SALZGITTER (awp international) - Der zweitgrösste deutsche Stahlhersteller Salzgitter kommt nur langsam in Schwung. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone im vergangenen Jahr rechnet der Konzern 2011 zwar mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn, doch von den alten Zahlen vor der Wirtschaftskrise sind die die Niedersachsen noch weit entfernt. Analysten äusserten sich über die vorsichtige Prognose vom Montag enttäuscht. Ein Händler sprach von einem "erschreckend niedrigen" Ausblick. "Wir prognostizieren immer eher konservativ", sagte ein Sprecher. Die Aktie verlor bis zum frühen Nachmittag gut zwei Prozent an Wert und war damit einer schwächsten Werte im MDax .
Das Unternehmen kündigte an, den Vorsteuergewinn in diesem Jahr mehr als verdoppeln zu wollen. Nach 48,9 Millionen Euro im vergangenen Jahr wären das rund 100 Millionen. Im Rekordjahr 2007 hatte Salzgitter vor Steuern noch 1,3 Milliarden Euro verdient. Der Umsatz soll um 15 bis 20 Prozent zulegen und würde damit ebenfalls noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt bleiben. Im vergangenen Jahr legten die Erlöse um 6 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro zu.
Salzgitter tut sich schwerer als die auf Auto- und Maschinenbau spezialisierten Konkurrenten wie ThyssenKrupp oder die österreichische Voestalpine , die Krise hinter sich zu lassen. Zwar schafften auch den Niedersachsen nach dem verlustreichen Krisenjahr 2009 im vergangenen Jahr die Rückkehr in die Gewinnzone. Mit einem Überschuss von 30 Millionen Euro gelang das aber nur knapp.
Vor allem die Kernsparte Stahl macht weiter Probleme. Salzgitter ist breiter aufgestellt als viele Konkurrenten. Zwar profitiert der Konzern auch vom Boom des Auto- und Maschinenbaus. Allerdings läuft das Geschäft mit Trägern und Spundwänden wegen der weiter schwachen Nachfrage der Baubranche schlecht. Im Schlussquartal mussten die Niedersachsen deshalb Wertberichtigungen von 80 Millionen Euro vornehmen. Die Folge war ein Jahresverlust der Stahlsparte von immer noch gut 100 Millionen Euro. In diesem Jahr rechnet Salzgitter in seiner Kernsparte aber mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Unter der schwachen Nachfrage aus der Baubranche litt auch der weltgrösste Stahlkonzern ArcelorMittal.
In der Handelssparte schrieben die Niedersachsen dagegen wieder einen Gewinn. Dabei profitierte das Unternehmen von den steigenden Preisen. Diese Entwicklung soll sich 2011 fortsetzen. Dagegen rechnet der Konzern im Röhrengeschäft mit erneut sinkenden Gewinnen, da die steigenden Rohstoffpreise die Margen des von langfristigen Aufträgen geprägten Geschäfts belasten. Schon im vergangenen Jahr gab es in dieser Sparte, die während der Krise noch stabile Erträge erwirtschaftet hatte, einen Gewinnrückgang. So erwies sich etwa der während der Krise mit deutlichen Preisabschlägen vereinbarte prestigeträchtige Auftrag zum Bau der Leitungen für den zweiten Strang der Ostseepipeline als Verlustgeschäft.
Die Technologietöchter konnten dagegen ihren Fehlbetrag deutlich verkleinern und sollen in diesem Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Allerdings seien die Erwartungen an das laufende Jahr insgesamt erneut sehr unsicher, erklärte das Unternehmen. Insbesondere die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten sei nur schwer vorherzusehen und könnte die Ergebnisse stark beeinflussen. Die vollständigen Jahreszahlen mit dem Dividendenvorschlag will das Unternehmen am 25. März vorlegen./enl/stb

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