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MANNHEIM/WALLDORF (awp international) - SAP hat nach herber Kritik von Aktionären seine Strategie im milliardenschweren Rechtsstreit mit dem Erzrivalen Oracle verteidigt. "Ein Jury-Urteil vorherzusagen ist immer schwierig - selbst für Fachleute", sagte SAP-Co-Chef Bill McDermott am Mittwoch in Mannheim bei der Hauptversammlung laut vorab verbreitetem Redetext. "Obgleich wir in einigen Aspekten das Risiko begrenzen konnten, wurden wir durch einen im Ergebnis nur schwer nachvollziehbaren Jury-Spruch enttäuscht."
Europas grösster Softwarehersteller soll wegen Datendiebstahls beim Erzrivalen Oracle 1,3 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) zahlen. Dass die Mitarbeiter einer US-Tochter Daten geklaut hatten, hat SAP zugegeben. "Wir haben uns für diesen Weg entschieden, um den Rechtsstreit auf die Schadensfrage zu beschränken, wovon wir uns einen niedrigeren Schadensersatz erhofften", sagte McDermott.
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) wirft SAP nun vor, das Risiko einer milliardenschweren Entschädigungszahlung lange nicht ernst genug genommen zu haben. Die Aktionärsschützer verlangen deshalb, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zu vertagen.
SAP habe zunächst nur 40 Millionen US-Dollar zurückgelegt, kritisiert die DSW. Zuletzt hatte der Softwarehersteller die Rückstellungen auf 981 Millionen Euro hochgeschraubt. Aufgegeben hat SAP aber noch nicht: Das Unternehmen versucht, die Zahlung auf höchstens 408 Millionen Dollar zu drücken. Alternativ strebt SAP ein komplett neues Verfahren an. "Das Gericht hat für den 13. Juli eine Anhörung zu den Anträgen beider Parteien anberaumt", sagte McDermott./sba/DP/tw

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