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Zürich (awp) - Die Bank Sarasin hat 2010 praktisch gleich viel verdient wie im Vorjahr. Nach Minderheiten resultierte ein Konzerngewinn von 107,8 Mio CHF, was einem Rückgang auf vergleichbarer Basis von 0,2% entspricht, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Angesichts dessen plant die Bank die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,90 CHF je Aktie.
Die verwalteten Vermögen kletterten per Ende Jahr auf 103,4 Mrd CHF nach 96,2 Mrd CHF per Jahresmitte. Als wichtigster Treiber präsentierte sich dabei der Neugeldzufluss über 13,4 Mrd CHF. Einen positiven Beitrag leistete auch die Marktperformance mit 4,7 Mrd CHF, während der starke Franken einen negativen Effekt von 7,7 Mrd CHF zeitigte.
Die Bruttomarge auf den Kundenvermögen wird auf Gruppenebene mit 70 Basispunkten nach 84 Basispunkten im Vorjahr ausgewiesen. Im Segment Private Banking erarbeitete Sarasin eine Marge von 84 Basispunkten nach 86 Basispunkten im Vorjahr.
Der Betriebsertrag stieg in der Berichtsperiode um 2,5% auf 690,6 Mio CHF. Die Steigerung basiere auf einer Verbesserung der Ertragsqualität im Kerngeschäft, schreibt Sarasin. Sowohl im Zinsengeschäft mit 146,9 Mio CHF (+12,4%) als auch im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit 457,5 Mio CHF (+14,8%) erzielte die Bank deutliche Zuwachsraten. Weniger gut lief es im Handelsgeschäft, das über 42% auf 59,8 Mio CHF zurückging und beim übrigen Erfolg, der einen Rückgang von 36,1% auf 26,3 Mio CHF verbuchte. Als Grund für den Rückgang nennt die Bank die im ersten Semester getätigten Absicherungsgeschäfte gegen steigende Zinsen sowie Währungseffekte.
Auf der Kostenseite machten sich weiterhin die Wachstumsinitiativen bemerkbar. So stieg der Geschäftsaufwand im Jahresvergleich um 3,8% auf 505,2 Mio CHF. Der Personalaufwand erhöhte sich dabei um 2,7% auf 368,4 Mio CHF. Dies vor dem Hintergrund eines um 5% höheren Personalbestandes, wie es heisst. Ausgebaut wurden gemäss Sarasin insbesondere die Mid- und Backoffice-Funktionen. Demgegenüber arbeiteten nur wenig mehr Kundenberater für die Bank. Das Institut habe vor allem auf die Verbesserung der Qualität der Berater fokussiert und im letzten Jahr brutto 50 neue Kundenberater angestellt, schreibt Sarasin.
Der Sachaufwand erhöht sich um 6,9% auf 136,8 Mio CHF. Als Treiber der Kosten führt Sarasin u.a. Investitionen in zwei neue Standorte im Mittleren Osten, die abgeschlossene Einführung einer neuen IT-Plattform an den beiden asiatischen Standorten Hongkong und Singapur sowie der Ausbau der internationalen Marketingmassnahmen an.
Damit summierte sich der Bruttogewinn auf 185,4 Mio CHF, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,9% entspricht. Leicht schlechter präsentiert sich auch die Cost/Income-Ratio mit 77,6% nach 77,1%.
Die Profitabilität gemessen an der Eigenkapitalrendite stieg hingegen leicht auf 9,7% nach 9,5% (bereinigt) im Vorjahr. Die Biz-Tier-1-Quote wird mit 15,3% nach 16,3% ausgewiesen. Der Rückgang der Eigenkapitalquote auf 7,3% (8,4%) sei dabei auf das kundenseitig bedingten Bilanzwachstums zurückzuführen.
Mit Blick auf die Segmente ist das Kerngeschäft Private Banking gemäss Sarasin weiterhin auf Wachstumskurs. So verdreifachte sich das Ergebnis des Bereichs auf 94,5 Mio CHF. Das Ergebnis im Asset Management, Product & Sales stieg um 20% auf 60,0 Mio CHF, während das Ergebnis der Sparte Trading & Family Offices um rund 30% auf 40,0 Mio CHF sank.
Nicht den Erwartungen entsprechend sei das Segmentergebnis der bank zweiplus ag ausgefallen. So habe ein Schadensfall vor dem Hintergrund betrügerischer Handlungen eines Vertriebspartners in Deutschland zu einer ausserordentlichen Wertberichtigung von 8,0 Mio CHF geführt. Damit falle der Gewinn der Gesellschaft mit 1,4 Mio CHF deutlich geringer aus als im Vorjahr, erklärt Sarasin.
Mit dem ausgewiesen Zahlenset hat die Bank ihre eigene Guidance eines Konzerngewinns vor Minderheiten von 120 Mio CHF sowie von Assets under Management von 100 Mrd CHF erreicht. Nicht ganz getroffen hat das Institut hingegen die Erwartungen des Marktes bezüglich Ertrag und Reingewinn, während die Erwartungen bezüglich Kundengelder und Neugeld übertroffen wurden.
Änderungen kündigt das Institut im Verwaltungsrat an: So stelle sich Christian Brückner altershalber nicht mehr der Wiederwahl. Zur Wiederwahl stellen sich hingegen Hans-Rudolf Hufschmid sowie Peter Derendinger, deren Amtszeiten ebenfalls enden.
Für das laufende Jahr ist Sarasin "durchaus positiv" gestimmt. So geht die Bank trotz weltpolitischer Unsicherheiten und wirtschaftspolitischer Ungleichgewichte davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum erholt und 2011 ein gutes Anlagejahr wird.
Weiterhin Gültigkeit hat zudem das Ziel, bis 2015 (performancebereinigt) Vermögen von 150 Mrd CHF zu verwalten. Hingegen will die Bank ihre Wachstumsgeschwindigkeit leicht reduzieren. Höchste Priorität habe die Steigerung des operativen Ergebnisses und die Verbesserung der Profitabilität, heisst es. Auch die Bruttomarge soll deutlich verbessert und die Cost/Income-Ratio gesenkt werden.
pf/rt

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