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Bern (awp/sda) - Die SBB schreibt weiterhin schwarze Zahlen. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres konnte sie das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2010 um 24,9% auf 165,9 Mio CHF steigern - nicht zuletzt dank des Vulkanausbruchs auf Island.
Dieser hatte im Frühling verbreitet den Flugverkehr lahmgelegt, wovon die Bahn durch Mehrverkehr profitieren konnte. Zum guten Ergebnis beigetragen haben auch der Immobilienbereich (+131,3%) und der Personenverkehr (+10,3%). Bei der Infrastruktur konnte das Defizit um 58% auf 11,2 Mio CHF gesenkt werden.
Weiterhin düster sieht es bei SBB Cargo aus. Gegenüber dem Vergleichsperiode des Vorjahres verdoppelte sich das Defizit auf fast 50 Mio CHF - obwohl die Leistung um 17,5% zunahm. Die SBB führt die roten Zahlen in erster Linie auf den schwachen Euro-Kurs sowie Mehrkosten für den Rollmaterialunterhalt zurück.
Das insgesamt erfreuliche Halbjahresresultat kann laut SBB nicht über die "besorgniserregende Entwicklung bei der Verschuldung" hinwegtäuschen. Diese erhöhte sich unter anderem wegen aufgenommener Darlehen zur Sanierung der SBB-Pensionskasse und der Investitionen in neues Rollmaterial.
Für die Sanierung der SBB-Pensionskasse schoss das Unternehmen 938 Mio CHF ein. Es rechnet damit, dass die verzinsliche Verschuldung von heute 8,1 Mrd CHF bis 2013 auf rund 9,7 Mrd CHF ansteigen wird.
Bislang flossen über 2,5 Mrd CHF in die angestrebte Sanierung der Pensionskasse. Laut dem vom Bundesrat genehmigten Sanierungskonzept leisten SBB und Versicherte vier Fünftel an die Sanierung; der Bund seinerseits übernähme mit einem Beitrag von 1,148 Mrd CHF einen Fünftel. Die SBB ist zuversichtlich, dass das Parlament dem Sanierungsbeitrag des Bundes in der Frühjahrssession 2011 zustimmt.
Im ersten Halbjahr 2010 waren erneut mehr Reisende mit der SBB unterwegs. Die Zahl stieg um 3% auf 166,3 Mio. Täglich sind rund 910'000 Personen in 7'000 Zügen unterwegs. Der Anstieg beruht laut SBB auf einer stabilen Inlandnachfrage und einem starken Wachstum im internationalen Personenverkehr.
Zudem verzeichnet die SBB abermals mehr Stammkunden: Ende Juni 2010 befanden sich 405'000 Generalabonnemente und 2,289 Mio Halbtaxabos im Umlauf. Die Zahl der von den Kunden zurückgelegten Kilometer (Personenkilometer) stieg auf 8,505 Mrd (+4,1%). Noch nie wurden im Personenverkehr mehr Reisende und von diesen zurückgelegte Kilometer verzeichnet.
Ein Kränzchen windet sich die SBB auch in Bezug auf die Pünktlichkeit: 88,7% (+0,5%) der Züge erreichten ihr Ziel mit weniger als 3 Minuten Verspätung, und auch die Anschlussvermittlung hat sich verbessert (+0,3%).
Der Personalbestand inklusive Tochtergesellschaften liegt um 44 Stellen über der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Konzern beschäftigt derzeit 27'954 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
mk

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