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Ebikon (awp) - Die Schindler Holding AG hat im ersten Halbjahr 2010 mehr umgesetzt und auch mehr Aufträge hereingeholt. Die Gewinnmargen wurden dabei noch einmal leicht verbessert. Für das Gesamtjahr zeigt sich der Konzern trotz anstehender Restrukturierungskosten etwas positiver als noch im April und erhöht die Prognose leicht.
Der Gruppen-Umsatz bzw. die Betriebsleistung wurde um 1,1% auf 6'035 Mio CHF gesteigert, in lokalen Währungen lag das Plus bei 2,7%. Der Auftragseingang legte um 8,5% auf 6'589 Mio CHF zu (LW +10,0%). Der Auftragsbestand per Mitte Jahr lag bei 6'917 Mio CHF, entsprechend einem Plus gegenüber Ende März von 3,4%.
Der EBIT erhöhte sich um 1,2% auf 496 Mio CHF und der Reingewinn vor Minderheiten um 5,6% auf 339 Mio CHF (nach Minderh. 322 Mio).
Die Tochtergesellschaft Also hat ihre Ergebnisse bereits Ende Juli publiziert und einen leichten Umsatzanstieg auf 1'998,8 Mio CHF verbucht. EBIT und Reingewinn verbesserten sich ebenfalls. Am vergangenen Freitag hatte Schindler überdies bekannt gegeben, dass Also mit der deutschen Actebis fusioniert und Also danach aus den Büchern von Schindler dekonsolidiert werden soll.
STARKER AUFTRAGSEINGANG IM HAUPTGESCHÄFT
Beim Hauptgeschäft Aufzüge & Fahrtreppen erreichte Schindler eine Steigerung der Betriebsleistung von 0,4% auf 4'036 Mio CHF (LW +1,0%) und des Auftragseingangs von 9,1% auf 4'529 Mio CHF (LW +9,4%). Der EBIT lag mit 487 Mio CHF um 1,0% über dem Vorjahr, wobei die Steigerung ohne den einmaligen positiven Effekt von 39 Mio CHF aus dem Vorjahr bei 9,9% gelegen hätte. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 12,1 von 12,0%.
Zur positiven Entwicklung des Auftragseingangs hätten alle Regionen beigetragen, im Quartalsvergleich am stärksten aber Asien/Pazifik. Der "erfreuliche" Auftragseingang sei auf die Belebung des Neuanlagengeschäfts in verschiedenen Märkten sowie auf diverse Grossaufträge zurückzuführen.
Auch im Modernisierungsgeschäft verzeichnete die Region Asien/Pazifik die höchsten Wachstumsraten, während sich das Unterhaltsgeschäft in allen Regionen positiv entwickelt hat.
BESCHLEUNIGUNG IM Q2
Betrachtet man das zweite Quartal gesondert, so ergibt sich für den Bereich Aufzüge & Fahrtreppen ein Wachstum des Bestellungseingang von über 10%, unabhängig von den Währungseinflüssen. Der Geschäftsgang hat im zweiten Quartal noch einmal angezogen, lag die Rate doch im ersten Quartal bei rund 8%. Die EBIT-Marge verbesserte sich im Vergleich zum Vorquartal auf 12,3 (11,8)%.
Bezüglich Ausblick gibt sich der Konzern zurückhaltend. Die Einschätzung der weiteren Entwicklung der Konjunktur sei nach wie vor schwierig. Für das zweite Semester werden weiterhin starke Märkte in China, Indien sowie Lateinamerika erwartet, langsamer dürfte die Erholung dagegen in Europa und Nordamerika ausfallen.
In schwachen Märkten, wo man von einer Erholung ausgehen könne, müssten Kapazitäten und Kostenbasis weiter reduziert werden, heisst es. Dafür hat Schindler im zweiten Halbjahr Restrukturierungskosten von rund 20 Mio CHF veranschlagt.
Für das Gesamtjahr stellte CFO Erich Amman an einer Telefon-Konferenz eine EBIT-Marge für den Kernbereich von rund 12% (nach Restrukturierungskosten) in Aussicht.
PROGNOSE ERHÖHT
Zuvor sagte CEO und VR-Präsident Alfred Schindler, dass die EBIT-Marge im Kernbereich Aufzüge und Fahrtreppen in den vergangenen zwei Monaten bei über 13% gelegen habe, was man aber nicht einfach so auf das Gesamtjahr extrapolieren könne.
Mit Blick auf den Gesamtkonzern erhöht Schindler den Ausblick für das Jahr 2010 dennoch. Es sei in etwa mit einem Konzerngewinn auf dem Vorjahresniveau zu rechnen, dies unter Ausklammerung nicht vorhersehbarer Ereignisse. Bisher hatte Schindler einen Konzerngewinn leicht unter dem Niveau von 2009 prognostiziert.
An der Börse führte das über Erwarten gute Ergebnis zu einem Kursplus der Namenaktie von 3,3% und des PS von 3,4%.
cf/uh

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