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Schlieren (awp) - Die Schlatter Holding AG hat im Geschäftsjahr 2010 den Weg zurück in die Gewinnzone gefunden. Allerdings knapp und nur dank eines einmaligen Sondereffekts aus einem Grundstückverkauf. Entsprechend wird erneut keine Dividende ausbezahlt. Der Umsatzrückgang konnte gegenüber 2009 immerhin deutlich verlangsamt werden und im laufenden Jahr will das Unternehmen wieder wachsen.
Der EBIT verbesserte sich auf 0,4 Mio CHF, nach einem Verlust von 18,9 Mio CHF im Vorjahr. Daraus ergab sich eine knapp positive EBIT-Marge von 0,4%. Das Reinergebnis erreichte 0,2 (VJ -17,0) Mio CHF, wobei es einen positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf eines betrieblich nicht genutzten Grundstücks von 4,7 Mio CHF beinhaltet. Auf eine Dividende wird erneut verzichtet.
Zu Ergebnisverbesserung hätten die während der vergangenen zwei Jahre umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen beigetragen, wodurch die Kostenstruktur sehr schlank und flexibel geworden sei, heisst es.
UMSATZMINUS WEGEN WÄHRUNGSEFFEKTEN
Bereits im Januar hatte Schlatter den Umsatz bekanntgegeben. Er sank um 5,5% auf 119,7 Mio CHF, der Bestellungseingang erhöhte sich dagegen um 28,5% auf 109,7 Mio CHF. Bei Umsatz und Bestellungseingang fiel das zweite Halbjahr schwächer aus als das erste, was allerdings der langjährigen Erfahrung entspricht.
Die leichte Umsatzabnahme war hauptsächlich auf den Wechselkurseinfluss des Euro zurückzuführen. Durch Massnahmen wie den Ausbau des globalen Sourcings, die Erschliessung neuer Märkte, das Hedging von Kundenaufträgen sowie die Optimierung der Wertschöpfungskette haben die negativen Auswirkungen des Schweizer Frankens zwar nicht eliminiert, aber dennoch teilweise aufgefangen werden können.
Trotz des schwierigen Umfelds ist die Bilanz gestärkt worden. So ergab sich per Ende Jahr eine Nettofinanzposition von 6,1 Mio CHF, nach 1,1 Mio CHF per Ende 2009. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 44,3% von 33,5%.
UMSATZPLUS FÜR 2011 ERWARTET
Für 2011 zeigt sich Schlatter einigermassen zuversichtlich. "Ich verspüre für das angelaufene Geschäftsjahr einen leichten Optimismus, bleibe dabei aber vorsichtig", sagte CEO Jost Sigrist an der Bilanzmedienkonferenz vom Mittwoch in Zürich. Man befinde sich "klar auf Kurs für ein leichtes Umsatzwachstum". Zur Konkretisierung dieser Prognose nannte er ein Umsatzwachstum "im tiefen zweistelligen Prozentbereich" als Ziel für 2011.
Seinen verhaltenen Optimismus begründet er mit neuen Produkten, welche dieses Jahr eingeführt und mit welchen Marktanteile angestrebt werden. In den vergangenen drei Monaten habe zudem der Bereich Schweissen, welcher für rund drei Viertel des Umsatzes von Schlatter verantwortlich ist, eine starke Erholung gezeigt.
Die Wiederbelebung der Nachfrage in allen Märkten und Produktebereichen sowie die gegenwärtige Entwicklung des Auftragseingangs würden zuversichtlich stimmen. In vielen Märkten bestehe Nachholbedarf an neuen Produktionsanlagen und auch beim Umsatz mit Ersatzteilen und für Serviceleistungen gebe es einen Anstieg.
VORSTOSS IN DIE GEWINNZONE ANGESTREBT
Potential ortet Sigrist unter anderem auch in Russland, wo Schlatter bereits über gute Kontakte verfüge. "Ich bin überzeugt, dass mit einem gewissen Effort in Russland mehr möglich ist." Der strategische Fokus wird bei der geografischen Expansion nebst Russland und die GUS-Staaten auch auf China und den Mittleren Osten gelegt.
Nach der schwarzen Null, welche 2010 nur dank dem Gewinn aus dem Landverkauf zustande gekommen ist, soll 2011 auch die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft werden. "Es ist unbedingt unser Ziel, wieder schwarze Zahlen zu schreiben", so Sigrist gegenüber AWP.
An der Börse wurden bis am frühen Mittwochnachmittag die allgemein wenig gehandelten Schlatter-Aktien noch nicht umgesetzt.
cf/dm

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